FC Hansa eine Runde weiter : Torausbeute als Haar in der Suppe

GSC-Kapitän Tobias Schollmeier (links) kann Rostocks Dreifachtorschützen Tom Weilandt in dieser Szene im letzten Moment mit einem starken Tackling stoppen. Anne Schwartz
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GSC-Kapitän Tobias Schollmeier (links) kann Rostocks Dreifachtorschützen Tom Weilandt in dieser Szene im letzten Moment mit einem starken Tackling stoppen. Anne Schwartz

Souverän, aber glanzlos ist der FC Hansa Rostock ins Achtelfinale des Fußball-Landespokals eingezogen. Der Drittligist gewann am Sonnabend vor 2000 Zuschauern beim Güstrower SC deutlich mit 5:0.

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09. September 2012, 08:12 Uhr

Rostock/Güstrow | Souverän, aber glanzlos ist der FC Hansa Rostock ins Achtelfinale des Fußball-Landespokals eingezogen. Der Drittligist gewann am Sonnabend vor 2000 Zuschauern beim Güstrower SC (7. Liga) deutlich mit 5:0 (4:0). Bei den Gästen verdiente sich Tom Weilandt als dreifacher Torschütze Bestnoten.

Wenn die Pokalpartie der 2. Runde im Vorfeld Spannung versprach, dann in der Frage, welche Anfangsformation Hansas Neutrainer Marc Fascher bei seinem ersten Pflichtspiel aufs Feld schicken würde. Tatsächlich überraschte er mit der Hereinnahme von Manfred Starke auf der Außenbahn. Der Startelf-Debütant wechselte mit Alexandre Noel Mendy stets die Seiten und hinterließ einen soliden Eindruck. Sebastian Pelzer kehrte (als Kapitän) ins Abwehrzentrum zurück, für ihn agierte Michael Blum als Linksverteidiger. Vorne stürmten zunächst Ondrej Smetana und Tom Weilandt.

Tom Weilandt sorgt für schnelle Entscheidung

Und der Dribbelkünstler setzte bereits nach vier Minuten das erste Achtungszeichen. Nach einer Ecke sprang ihm der Ball vor die Füße. Weiland fackelte nicht lange und schlenzte den Ball aus knapp 20 Metern zum 1:0 in den Winkel. Mit dem frühen Treffer lief die Angriffsmaschinerie des FC Hansa auf Hochtouren. Nachdem Smetana zweimal haarsträubend aus Nahdistanz den Ball nicht im Tor unterbrachte (5., 18.), machte er es im dritten Versuch besser und verwertete eine Eingabe von Starke am langen Pfosten stehend zum 2:0 (24.). Drei Minuten später tankte sich Weilandt durch, umkurvte den Keeper und erhöhte auf 3:0.

Bis zur Pause ließ es der Drittligist ruhiger angehen. Auch wenn das große Offensivfeuerwerk ausblieb, legte Weilandt nach Pass von Blum nach (4:0, 38.). Die wacker kämpfenden Güstrower kamen im ersten Abschnitt nur zu einer Torchance (Freistoß Maurice Bohnet, 15.), verdienten sich aber mit dem ein oder anderen gelungenen Tackling gegen die Profis Szenenapplaus.

Auch im zweiten Spielabschnitt verteidigte der Landesligist mit Mann und Maus und hatte in brenzligen Situationen meist ein Bein dazwischen. So musste erst ein "Hammer" von Blum her, der aus gut 25 Metern zum 5:0 einschoss (52.). Danach wechselte Hansa-Coach Fascher munter durch. Neben Ronny Marcos erhielten Johan Plat und Nils Quaschner Matchpraxis. Die Umstellungen führten zu einem Bruch im Hansa-Spiel, das nun die letzte Konsequenz im Torabschluss vermissen ließ. Bis auf einen Latten-Kopfball von Stephan Gusche (65.) und einen Pfostenknaller von Plat (85.) hatte der haushohe Favorit nicht mehr viel zu bieten.

Vielmehr wurde plötzlich der Außenseiter mutiger. Nach einem Freistoß von Bohnet rettete Kevin Müller in höchster Not. Einige Zuschauer hatten in dieser Szene den Ball hinter der Linie gesehen. Und auch bei der Riesenaktion von Steven Licher, der erst Pelzer frech tunnelte, um dann knapp an Müller zu scheitern, hatten die Güstrower den Torschrei schon auf den Lippen (80.). Sie hätten sich den Ehrentreffer verdient gehabt.

Fazit von Hansa-Trainer Marc Fascher: "Die Mannschaft hat sich gut präsentiert. Ich habe heute viele positive Dinge gesehen, vor allem, dass wir vorne Tore erzielt und hinten zu null gespielt haben. Wenn man ein Haar in der Suppe suchen will, dann war es die geringe Torausbeute. Für die Güstrower war das Spiel sicher eine schöne Sache, sie erhalten durch den Pokal gute Einnahmen, da haben alle was davon. Im Hinblick auf das nächste Punktspiel hat die Partie wenig Aussagekraft. Alle müssen sich jetzt zeigen, wenn sie in der ersten Elf spielen wollen."

Güstrower SC: Nique - Manski, Krüger (72. Süß), Werth, Röpcke (49. Licher), Schollmaier, Stach (62. Leutner), Froriep, Staben, Hinrichs, Bohnet

FC Hansa Rostock: Müller - Geenen, Pelzer, Gusche, Blum, Leemans (46. Marcos), Haas, Mendy, Starke (69. Quaschner), Weilandt (60. Plat), Smetana

Schiedsrichterin: Diana Räder-Krause (Rebelow). Schiedsrichter-Assistenten: Sven Frericks, Sebastian Kuhräuber. Zuschauer: 2000

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