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Deutsche Teamsprinter rasen in Cali zum Weltrekord : Top-Favoriten für Olympia

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Sie gehören seit Jahren zur absoluten Weltspitze. Gestern katapultierten sich die deutschen Teamsprinter um den Schweriner Stefan Nimke mit Weltrekord in die Top-Favoritenrolle für die Olympischen Spiele 2012 in London.

Schwerin/Cali | Sie gehören seit Jahren zur absoluten Weltspitze und sind immer eine sichere Medaillenbank bei Welt- und Europameisterschaften sowie bei Olympia. Gestern katapultierten sich die deutschen Teamsprinter in die Top-Favoritenrolle für die Olympischen Spiele 2012 in London. "Wir hatten einen Plan, wollten eigentlich unseren deutschen Rekord angehen. Aber das war von René und Max auf der zweiten Runde und mir auf der dritten ein perfektes Rennen", sprudelte es aus Teamsprint-Europameister Stefan Nimke heraus. Der 1000-m-Weltmeister vom Track Cycling Team MV sowie seine BDR-Kollegen René Enders (Erfurt) und Maximilian Levy (Cottbus) sorgten für den größten Paukenschlag seit Jahren. Die drei rasten gestern beim Weltcup im kolumbianischen Cali in der Teamsprint-Qualifikation zum Weltrekord. In 42,914 Sekunden unterboten sie die bisherige Bestmarke der Briten von den Olympischen Spielen in Peking 2008 um 36 Tausendstel. "Als die Briten damals den Weltrekord gefahren sind, da haben alle gedacht, das ist so schnell nicht mehr zu knacken", meinte Nimkes Schweriner Heimtrainer Ronald Grimm. Immerhin dauerte es ja etwas über drei Jahre. "Ich habe gewusst, dass die drei gut drauf sind und eine Zeit unter 43 Sekunden fahren können. Aber das …", zeigte sich Grimm überglücklich, der mit seinem Schützling über Skype telefoniert hatte.

"Das gab es noch nie für die deutschen Sprinter. In der Qualifikation hat einfach alles gestimmt und die Wechsel kamen trotz der schnellen Anfahrtsrunde von Enders fast perfekt", sagte Bundestrainer Detlef Uibel. Enders fuhr das Trio in der Weltklassezeit von 17,118 Sekunden an. Levy fand sofort das Hinterrad, legte in der zweiten Runde eine 12,645 hin. Und Nimke setzte eine 13,151 drauf. Hier sind schon eine 13,3 Weltklasse. Und Maximilian Levy schickte danach eine klare Botschaft an die Konkurrenz: "Wir wollen bei den Olympischen Spielen die Goldmedaille." Die Briten, die in Cali gar nicht am Start waren, werden sicher bei ihrem Heimspiel ein Wörtchen mitreden, genauso wie die Franzosen, die in Cali nicht in Bestbesetzung Vierter wurden, und die Australier. Aber mit dem Weltrekord haben die Deutschen erst einmal ein Pfund vorgelegt. "Und ich glaube, da ist noch Luft nach oben, wenn man den Finallauf sieht", so Ronald Grimm.

Nimke & Co. gewannen auch noch das Finale beim Weltcup. Dort trafen sie auf das Team Erdgas 2012 mit Robert Förstemann (Gera), Stefan Bötticher und Joachim Eilers (bd. Chemnitz). Auch da setzte sich das Top-Trio deutlich in 43,311 durch. Förste mann & Co. benötigten im Finale 44,230.

Enders fuhr in 17,096 Sekunden so schnell an wie noch nie einer zuvor. Da kam Levy allerdings nicht gleich ans Hinterrad, sodass seine und auch Nimkes Rundenzeit nicht mehr so grandios waren wie in der Qualifikation. Also, da geht noch was…

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erstellt am 02.Dez.2011 | 10:12 Uhr

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