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Ken Leemans harter Weg zurück auf den Platz : Titan-Nagel soll Uhr werden

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Mühevoller und offenbar auch länger als gedacht, gestaltet sich die Rückkehr von Ken Leemans auf den Fußballplatz. Der Kicker von Hansa Rostock hatte sich Anfang Mai einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen.

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erstellt am 18.Sep.2013 | 07:50 Uhr

Rostock | Mühevoller und offenbar auch länger als gedacht gestaltet sich die Rückkehr von Ken Leemans auf den Fußballplatz. Der Kicker des Drittligisten Hansa Rostock hatte sich Anfang Mai einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen. "Ich halte aber an meinem Ziel fest, dass ich im Oktober wieder mittrainieren kann. Wenn nicht am Anfang des Monats, dann eben am Ende", sagt der Belgier, der die Reha so ziemlich satt hat: "Das macht keinen Spaß. Nur zuschauen zu können, nervt ziemlich. Wenn ich auf der Tribüne sitze, dann juckt es schon in den Füßen. Ich möchte wieder mit den Jungs auf dem Platz stehen."

Bis dahin werden jedoch noch einige Wochen mit dem immer gleichen Tagesablauf vergehen. "Ich komme um 9 Uhr ins Stadion und absolviere zunächst mein Laufprogramm. Danach stehen Kraft- und Stabilisations- übungen auf dem Plan. Anschließend noch ein Dehnprogramm sowie Behandlungen. Dann ist es meistens halb oder um 12 Uhr, und ich bin fertig", verrät der 30-Jährige, der momentan etwa eine halbe Stunde laufen kann: "Ich steigere mich von Tag zu Tag. Allerdings darf ich es nicht übertreiben. Mein Körper sagt mir schon, wann Schluss ist. Das merke ich ganz genau. Ehrlich gesagt, habe ich aber gedacht, dass es schneller vorwärts geht."

Mit dem Verlauf der Heilung des Beins sind die Ärzte zufrieden. "Auf den Röntgenbildern ist zu sehen, dass die Knochen gut zusammenwachsen. Letztlich ist es eben so, dass solch eine Verletzung Zeit braucht. Das ist bei jedem unterschiedlich", so Leemans, der viel Unterstützung von der Familie erhält. "Meine Frau und mein Sohn helfen mir, wenn es nötig ist und bauen mich auf", sagt der Mittelfeldmann, der versucht, nicht all zu viel von seiner ab und an schlechten Laune mit nach Hause zu nehmen: "Vor allem nach Spielen bin ich manchmal frustriert, dann brauche ich Abstand vom Fußball."

Von Hansa-Trainer Andreas Bergmann bekommt Leemans alle Zeit, um sich wieder heranzukämpfen: "Solch eine Verletzung ist schwer einzuschätzen. Ich habe einen Kumpel, der hat anderthalb Jahre gebraucht, bis wieder alles okay war. Daher müssen wir jetzt abwarten, wie es sich entwickelt."

Wenngleich einige Narben am Bein den Mittelfeldmann ein Leben lang an seine Verletzung erinnern werden, hat Ken sich für den Titan-Nagel, der zur Stabilisierung eingesetzt wurde, etwas Besonderes ausgedacht. "Wenn der wieder rauskommt, dann lasse ich mir daraus eine wertvolle Uhr machen", sagt Leemans mit dem ihm eigenen Humor.

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