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16. Dezember 2017 | 19:39 Uhr

Sylvester zieht in Rostock ein

vom

svz.de von
erstellt am 01.Sep.2010 | 12:06 Uhr

Rostock | Box-Weltmeister Sebastian Sylvester will sich ein weiteres Wohnzimmer einrichten. Der 30 Jahre alte frisch gebackene Ehemann, der mit seiner Familie bei Greifswald ein Haus hat, schickt sich an, nach dem Neubrandenburger Jahnsportforum nun auch die Rostocker Stadthalle zu erobern. "Es stand schon mehrfach im Raum, dass ich wieder in der Stadthalle boxe. Ich weiß, hier stehen die Fans wie eine Wand hinter mir", sagte der IBF-Champion im Mittelgewicht vor seiner nächsten Titelverteidigung, die für den 30. Oktober anberaumt ist. "Auf jeden Fall ist es großartig, wieder in Mecklenburg-Vorpommern in den Ring zu steigen."

Sylvester ist sehr heimatverbunden. Das hat ihm in Verbindung mit seiner sportlichen Klasse zu Popularität in MV verholfen. Vor allem natürlich in und um Neubrandenburg. Hier hat der Familienvater im September 2009 mit einem Punktsieg über Giovanni Lorenzo (Dom. Rep.) den WM-Gürtel erkämpft, hier hat er ihn mittlerweile zweimal verteidigt, hier hat er fünfmal geboxt und fünfmal gewonnen. "In Neubrandenburg wurde ich jedes Mal toll aufgenommen. Das ist einmalig", sagte der Schützling von Trainer Karsten Röwer.

In der Hansestadt schon 2007 großartig unterstützt

Aber auch Rostock hat seine boxsportlichen Reize und sich in den vergangenen Jahren mit herausragenden Box-Ereignissen einen guten Ruf verschafft. Könner wie Weltmeister Jürgen Brähmer (Schwerin) und Ex-Weltmeister Ruslan Chagaev (Uzb) haben die Stadthalle schon zum Kochen gebracht. Auch "Hurrikan" Sylvester bei seinem bisher einzigen Auftritt im März 2007 gegen den Italiener Alessio Furlan. "Damals haben mich die Rostocker großartig und lautstark unterstützt", erinnert sich der Mittelgewichtler.

Trotz K.o.-Sieges war der einstige Europameister damals nicht ganz zufrieden mit seiner Leistung. Das soll sich diesmal ändern - ganz gleich, wie der Gegner heißt. Die Sauerland-Promotion will den Namen des Gegners zwar noch nicht verraten. Aber es verdichten sich die Anzeichen, dass der Hamburger Mahir Oral den Greifswalder Sylvester zu einer "hanseatischen" Weltmeisterschaft herausfordert, noch dazu in einer Hansestadt.

"Das hat schon was", meint auch Röwer. Angst um seinen Schützling hat der Trainer nicht: "Das ist ein richtig Guter. Aber Sebastian hat mit Lorenzo und Lajuan Simon schon Leute anderen Kalibers besiegt." Oral hat seinen bisher einzigen WM-Kampf gegen Sylvesters Stallgefährten Artur Abraham vorzeitig verloren, eine von nur zwei Niederlagen in 32 Kämpfen. In der IBF-Rangliste wird der 30-Jährige an Position zehn geführt.

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