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Post-Handballer hören auf : SV Post Schwerin stellt Spielbetrieb ein

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Kein Spiel mehr: Der insolvente Zweitligist SV Post Schwerin stellt den Spielbetrieb mit sofortiger Wirkung ein. Das für Freitag geplante Auswärtsspiel beim TV Bittenfeld findet somit nicht mehr statt.

svz.de von
erstellt am 22.Okt.2012 | 07:38 Uhr

Schwerin | Der insolvente Handball-Zweitligist SV Post Schwerin stellt mit sofortiger Wirkung seinen Spielbetrieb ein. Vorab hatte Geschäftsführer Friedrich Diestel gestern Mittag die HBL und den nächsten Gegner, TV Bittenfeld, unterrichtet, bevor anschließend die offizielle Pressemitteilung der Handball Bundesliga GmbH und Co. KG die Runde machte.

Nach ersten Informationen und einer Vorgabe der Hamburger Insolvenzverwalterin Bettina Schmudde sollte der Spielbetrieb eigentlich bis Ende Oktober aufrecht erhalten werden. Nun heißt es in den Ausführungen Diestels, dass "aus wirtschaftlichen Gründen der Spielbetrieb in der 2. Bundesliga nicht länger aufrecht erhalten werden kann. Wir bitten alle Beteiligten um Verständnis, dass es nicht eher möglich war, eine verbindliche Aussage zur Einstellung des Spielbetriebs zu geben."

Darüber hinaus sind den Post-Handballern zwischenzeitlich auch die Spieler ausgegangen. Mit Matthias Musche (SC Magdeburg), Benjamin Meschke (Eintracht Hildesheim), Moritz Weltgen (HC Erlangen), Janis Helmdach und Jan Piske (beide verletzt) fehlen nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 20. September bereits fünf Akteure im Post-Kader. Zudem wurde noch vor Punktspielstart Sven Thormann (HC Empor Rostock) und Konstantinos Chantziaras (Eintracht Hildesheim) die Möglichkeit eingeräumt, aus laufenden Verträgen auszusteigen.

"Durch das Ausscheiden des SV Post Schwerin aus der Meisterschaftsrunde 2012/13 tritt Paragraph 49, Absatz 2, der DHB-Spielordnung in Kraft. Demnach werden alle vom SV Post Schwerin in dieser Saison bisher durchgeführten Spiele nicht gewertet", kommentierte Andreas Wäschenbach, Manager Spielorganisation bei der HBL den Sachverhalt. Die Schweriner Handballer haben einen Sieg und ein Unentschieden zu verzeichnen, dem gegenüber stehen sechs Niederlagen.

Wie es mit der Entwicklung des Männerhandballs bei Post Schwerin weitergeht, ist derzeit noch offen. Nach Aussage von Friedrich Diestel gibt es dazu aber bereits konzeptionelle Überlegungen. Doch zunächst müssen die Ergebnisse des Insolvenzverfahrens vorliegen, um danach einen Neuaufbau starten zu können.

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