FC Hansa Rostock : "Sturmtank" sucht seinen Torriecher

Bälle halten und Körper reinstellen: Collin Quaner konnte mit seinen Abmaßen bislang Lücken in die gegnerischen Abwehrreihen reißen. Einzig der Torriecher blieb dem neuen Hansa-Stürmer in fünf Partien Georg Scharnweber
Bälle halten und Körper reinstellen: Collin Quaner konnte mit seinen Abmaßen bislang Lücken in die gegnerischen Abwehrreihen reißen. Einzig der Torriecher blieb dem neuen Hansa-Stürmer in fünf Partien Georg Scharnweber

Laufen, kämpfen, Lücken reißen: Hansa-Neuzugang Collin Quaner zeigte in bislang fünf Partien viel Einsatz, blieb aber vor dem Gehäuse harmlos. Vielleicht trifft er am Sonnabend gegen den VfB Stuttgart II ins Glück.

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13. März 2013, 08:58 Uhr

Rostock | Er läuft, er kämpft, er reißt in jede gegnerische Abwehr Lücken: Collin Quaner kann mit Fug und Recht als "Sturmtank" bezeichnet werden. Der Winterneuzugang des FC Hansa, der vom Zweitligisten FC Ingolstadt bis zum Saisonende ausgeliehen wurde, bestritt für die Rostocker im Jahr 2013 bislang alle fünf Pflichtspiele. Und dies über jeweils die vollen 90 Minuten. "Es stimmt, der Trainer hat mir hier von Beginn an einen großen Vertrauensbonus geschenkt. Das ist ein gutes Gefühl", sagte der 21-Jährige.

Mit Bielefeld und Ingolstadt im Abstiegskampf erprobt

Dabei folgten Quaners Auftritte für die Nordostdeutschen bislang einem Muster: Mit raumgreifenden Schritten weite Wege gehen, den bulligen Körper in den Gegenspieler stellen und nach Möglichkeit zum Torabschluss kommen. Bei Letztgenanntem haperte es aber bislang gewaltig, stehen für den 1,81 Meter großen und 81 Kilo schweren "Modellathleten" weder ein Treffer noch eine Torvorlage zu Buche. Und auch die Zahl hochkarätiger Chancen hält sich bislang in Grenzen. "Natürlich, ein Stürmer wird an Toren gemessen. Ich weiß, dass ich noch viel Platz nach oben habe. Ich will mich in den Dienst der Mannschaft stellen, Laufarbeit leisten und schneller zum Abschluss kommen", geht Quaner mit seinen Leistungen kritisch ins Gericht.

Der frühere U20-Nationalspieler mit afrikanischen Wurzeln - Quaners Vater stammt aus Ghana - erlernte bei Fortuna Düsseldorf das Fußball-Abc. Bereits bei seiner ersten Profi-Station bei Arminia Bielefeld sowie in der vergangenen Zweitliga-Spielzeit in Ingolstadt (15 Spiele, ein Tor), war er in den Abstiegskampf involviert. "Damals habe ich mit Ingolstadt den Klassenerhalt geschafft. Ich weiß also, worauf es ankommt", sagt Quaner selbstbewusst, schließlich geht es für ihn nun auch bei seinem neuen Verein um Alles oder Nichts. "Auch wenn es im Umfeld verständlicherweise etwas unruhig wird, müssen wir die Ruhe bewahren und beweisen, dass die Mannschaft intakt ist. Wichtig sind die drei Punkte. Da ist es egal, wer die Tore schießt."

Dennoch stünde dem "Sturmtank" sicherlich mal ein Treffer gut zu Gesicht - am Besten gleich am Sonnabend im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II.

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