Stunde Null: Fascher greift rigoros durch

Fascher gibt die Richtung vor: Beim kriselnden FC Hansa darf sich ab sofort kein Spieler mehr seines Stammplatzes sicher sein. Georg Scharnweber
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Fascher gibt die Richtung vor: Beim kriselnden FC Hansa darf sich ab sofort kein Spieler mehr seines Stammplatzes sicher sein. Georg Scharnweber

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11. März 2013, 07:23 Uhr

Rostock | Beim FC Hansa schrillen alle Alarmglocken: Spätestens nach der 1:3-Niederlage im Ost-Derby beim Halleschen FC hat sich beim Fußball-Drittligisten der Kampf um den Klassenerhalt verschärft. Erst recht, da die bis dahin letzten Vier der Tabelle am 29. Spieltag einen Dreier landeten und der Vorsprung des FCH auf Abstiegsrang 18 auf fünf Zähler zusammenschmolz.

"Deshalb drücke ich jetzt die Reset-Taste. Wir haben die Stunde Null", kündigte Trainer Marc Fascher einen knallharten Konkurrenzkampf an. Demnach könne sich kein Spieler im Kader seines Stammplatzes mehr sicher sein. "Jeder hat in den nächsten vier Trainingseinheiten die Chance, sich für das Spiel am Sonnabend (gegen den VfB Stuttgart II - Anm. d. Red.) zu qualifizieren", so der Hansa-Trainer. Angesprochen darauf, ob diese Maßnahme auch für die Torwartposition und den kürzlich erst zur Nummer eins erklärten Johannes Brinkies gelte, sagte er: "Das gilt für alle!"

Die Defensive wackelt, das Mittelfeld schwächelt und auch im Angriff weht nur ein laues Lüftchen - der HFC deckte die Schwächen des FC Hansa schonungslos auf. Vor allem das teils dilletantische Abwehrverhalten bei Standards (Gegentore zwei und drei) sowie nach Flanken wie beim 0:1 brachten den 44-Jährigen auf die Palme. "Wie wir da agiert haben, geht gar nicht. Da war wohl der eine oder andere noch im Land der Träume. Wir beobachten die Spiele, analysieren den Gegner und teilen die Jungs ein. Es gibt eine klare Zuordnung. Wir wissen, wer da nicht so auf der Höhe war", so Rostocks Chefcoach.

Maurice Trapp war beispielsweise für den zweifachen Torschützen Timo Furuholm zuständig, der beim 0:1 Michael Blum wie einen Schuljungen im Luftduell aussehen ließ. Dem 1:3 ging ein eklatanter Stellungsfehler von Trapp voraus. "Es sind die individuellen Fehler, die uns das Genick brechen", sagte Fascher, der zudem beklagt, "dass einige ihre guten Trainingsleistungen nicht auf das Spielfeld bringen".

Deshalb zieht er jetzt die Zügel an: "Wir müssen reinhauen. Ich will Einsatzwillen und Körpersprache - ich will eine Trotzreaktion sehen. Wer das nicht begreift, ist hier fehl am Platz."


HANSA INTERN

Rilke verletzt, Smetana läuft nur
Mittelfeldspieler Emil Rilke hat sich eine Bauchmuskel-zerrung zugezogen und fällt aus. Auch bei Stürmer Ondrej Smetana ist an ein Comeback noch nicht zu denken. „Er ist wieder etwas gelaufen, wird aber auch zum nächsten Spiel nicht zur Verfügung stehen“, sagte Trainer Marc Fascher.

Haas für zwei Spiele gesperrt
Leonhard Haas wurde nach seiner roten Karte im Match gegen Halle vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wegen rohen Spiels gegen den Gegner für zwei Partien gesperrt.

Spieler schaufeln Trainingsplatz frei
Teambildende Maßnahme: Weilandt, Grupe und Co. griffen gestern zur Schaufel und befreiten einen Teil des Trainingsplatzes vom Schnee. So konnten sie wenigstens etwas unter „Realbedingungen“ trainieren. Die Spieler, die tags zuvor in Halle auf dem Platz standen, regenerierten in den Katakomben der DKB-Arena.

Heute frei, morgen zwei Einheiten Heute hat die Mannschaft trainingsfrei. „Wir hatten eine englische Woche. Man muss immer die Balance zwischen Belastung und Regeneration finden“, so Fascher. Für morgen sind zwei Einheiten, um 10 und 14.30 Uhr, angesetzt.

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