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Stühlerücken beim SV Post: Knauer löst Henke als Geschäftsführer ab

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erstellt am 24.Jun.2010 | 08:23 Uhr

Schwerin | Das Kapitel Norbert Henke beim Männerhandball-Zweitligisten Post Schwerin ist nach fünf Jahren beendet. Henke hatte von 2005 bis 2009 in Doppelfunktion als Geschäftsführer und Trainer fungiert. Seit der letzten Saison war er ausschließlich als Geschäftsführer tätig. Den Trainerjob übernahm der einstige Weltklasse-Kreisläufer Dirk Beuchler, der die Schweriner auf den bärenstarken Platz drei führte.

Offiziell zum 1. Juli wird Henke vom 43-jährigen Sebastian Knauer abgelöst, der bereits mehrere Monate ehrenamtlich im Bereich Presse und Marketing bei den MV-Landeshauptstädtern mitarbeitete. Der gelernte Journalist war zuletzt als Programmdirektor bei Antenne MV tätig und vorher beim Privatsender auch als "Hansa-Mann" sowie als Reporter im Handball bei den Heimspielen in Schwerin und beim Stralsunder HV an der "Sport-Front".

Knauer, der einen Zwei-Jahres-Vertrag erhielt, will "bis zum Saisonstart eine schlagkräftige Truppe präsentieren, deren Zielstellung die Qualifikation zur eingleisigen 2. Bundesliga ist". Die Frage der Fragen dabei lautet allerdings: Was kann sich der SV Post finanziell leisten? Beuchlers Prioritätenliste ist klar: "Ein Linkshänder für den rechten Rückraum sowie einen Kreisspieler, der auch in der zentralen Abwehr spielen kann. Und wenn dann noch Geld übrig ist…" Dann kann man beim Liga-Kontrahenten des HC Empor Rostock an die Positionen Tor oder Linksaußen denken. So hängt die Vertragsverlängerung von Spielführer Alexander Ladig immer noch in der Luft. Seit Wochen gibt es zudem seitens der Gesellschafter des Zweitligisten ein Stopp in Sachen Neuverpflichtungen. Viel Arbeit wartet auf Knauer.

Henke war 2005 vom Stralsunder HV als Sanierer nach Schwerin gekommen. "Ich glaube, ich war zur richtigen Zeit der richtige Mann für die knallharte Sanierung. Der Verein war am Abnibbeln", so Henke, womit er nach dem Erstliga-Abstieg 2005 das Damoklesschwert Insolvenz meint. Allerdings gelang Henke nicht, einen Hauptsponsor zu finden. Zudem sprangen über 60 Mitglieder beim Club der Handballfreunde ab. Bei 2500 Euro pro Nase ist das eine nicht geringe Summe, die im sowieso schon engen Etat fehlt. Henke, der in Schwerin bleiben will, geht künftig "ganz aus dem Sport raus". Nach 24 Jahren Handball müsse man mal was anderes machen.

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