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16. Dezember 2017 | 00:51 Uhr

Straffer Trainingsstart bei Hansa

vom

svz.de von
erstellt am 13.Jun.2011 | 07:30 Uhr

Rostock | Mit das Spannendste am gestrigen Trainingsauftakt beim FC Hansa, Rückkehrer in die 2. Fußball-Bundesliga, war die Auflösung der letzten ausstehenden Personalfrage: Wer ist der neue Torwarttrainer? Nun, jedenfalls keiner der hoch gehandelten Kandidaten. Alexander Ogrinc heißt der Nachfolger von Jo Stock. Der in Kuppenheim (Baden-Württemberg) geborene 42-Jährige war zuletzt in gleicher Funktion beim Zweitligisten Karlsruher SC tätig.

Als Spieler, das lag nahe, stand Ogrinc ebenfalls zwischen den Pfosten: "Ich war schon Torwart, als ich mit fünf, sechs mit Fußball anfing", so der U16-Vize-Weltmeister 1985. "Es hat zwar in meiner Laufbahn nicht für ganz oben gereicht, aber in der 2. und 3. Liga habe ich über die Jahre schon einige Spiele gemacht, so dass ich genug Erfahrung habe, die ich weitergeben kann."

Ogrinc, der früher bei Eintracht Braunschweig und Holstein Kiel unter dem jetzigen Hansa-Trainer Peter Vollmann arbeitete, erhielt einen Ein-Jahres-Vertrag: "Ich freue mich riesig auf die Arbeit und diese schöne Region. Unseren Torhütern werde ich versuchen zu vermitteln, dass sie mitspielen, den Strafraum beherrschen, dirigieren und mit ihren Abwehrspielern sprechen."

Als Aktiver brachte es der neue Verantwortliche für die Schlussleute auch des Nachwuchs-Leistungsbereichs u. a. auf elf Einsätze in der 2. Bundesliga für Rot-Weiß Essen, war zudem u. a. für den VfB Stuttgart (Jugend), Arminia Bielefeld, Eintracht Braunschweig tätig.

Alle 25 Spieler beim Aufgalopp zugegen

Beim Aufgalopp im Volksstadion waren neben den Keepern Jörg Hahnel, Kevin Müller und dem aus der eigenen Jugend stammenden Johannes Brinkies auch sämtliche 22 Feldspieler zugegen, darunter die vier externen Neuzugänge Marek Mintál, Timo Perthel, Tino Semmer und der Tscheche Pavel Kostal.

Letzterer, informierte Peter Vollmann, habe - auch wenn er zwei Jahre in Österreich beim SC Wiener Neustadt unter Vertrag stand - noch ein bisschen Schwierigkeiten mit der Kommunika-

tion. "Die Fußballsprache versteht er aber, und ich denke, in drei Wochen kann er auch perfekt Deutsch. Den Intensiv-Sprachkurs übernehme ich persönlich", so der Coach schmunzelnd.

Auch der Einheitsball von adidas und bereits ein paar Tage vorfristig der neue Ausrüster Nike (dank freundlichen Entgegenkommens des bisherigen Partners Masita) hatten Premiere in Rostock.

"Wir können nicht groß Spielchen machen"

Vor annähernd 2000 Fans - einige davon bereits in den Trikots 2011/12 - bei herrlichem Sommerwetter und mit zum Thema passender musikalischer Umrahmung (von "Dann macht es bumm" mit Gerd Müller bis "Eine neue Liga ist wie ein neues Leben") ließ Peter Vollmann gleichwohl keineswegs die Zügel schleifen: "Wir haben wenig Zeit, können nicht groß Spielchen machen. Wir müssen jetzt jeden Tag optimal nutzen. Die Einheiten werden noch länger werden." Gestern wurde etwa anderthalb Stunden straff trainiert - lediglich Stephan Gusche machte wegen einer Leistenzerrung früher Schluss.

Nur einer aus dem 25-köpfigen Kader durfte nicht an den Ball: Kevin Pannewitz. Der drehte einsam und zumeist auf Socken ausschließlich Runden. Vollmann kommentierte das sichtlich verärgert: "Aus Übergewichtsgründen musste einer laufen. Ob ein paar Gramm oder fünf Kilo, spielt dabei keine Rolle: Wer sich nicht auf seinem Idealgewicht befindet, muss mit Konsequenzen rechnen, bekommt richtig Ärger. Dann muss er eben laufen, und dann werden wir das schnell ändern." Positiv fiel zum Beispiel Tom Weilandt auf, der schon nach 37 Sekunden des Abschluss-Vergleichs ein Tor erzielte, später ein zweites folgen ließ und gutes Durchsetzungsvermögen an den Tag legte.

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