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22. November 2017 | 08:38 Uhr

Stotterstart von Hansa

vom

svz.de von
erstellt am 21.Jul.2013 | 07:31 Uhr

Rostock | 0:0 zu Hause im Duell mit Aufsteiger Holstein Kiel: Das neuformierte Team des FC Hansa hat vor 13 400 Zuschauern in der DKB-Arena einen müden Start in die neue Drittliga-Saison hingelegt. Nach 90 Minuten bleibt festzuhalten, dass eine Menge Sand im Getriebe steckt.

Plat und Geenen auf dem Abstellgleis

Cheftrainer Andreas Bergmann schickte die im Vorfeld erwartete Formation auf den Platz. Routinier Jörg Hahnel hatte sich im Duell um die Nummer eins gegen Johannes Brinkies durchgesetzt. Ansonsten standen sieben Neuzugänge in der Start-Elf. Lediglich Kapitän Sebastian Pelzer, Rechtsverteidiger Noël Alexandre Mendy und Mittelfeldmann Leonhard Haas gehörten neben Hahnel schon im vergangenen Jahr zum Kader des FCH.

Überraschungen gab es auch auf der Bank der Rostocker. Während es die Nachwuchskräfte Martin Pett und Lukas Pägelow in den Kader schafften, nahm Rick Geenen auf der Tribüne Platz. Ein eindeutiges Zeichen, dass der Holländer auch unter Bergmann nur eine geringe Rolle spielt. Auch die Tatsache, dass sein Landsmann Johan Plat im Laufe der Partie keine Berücksichtigung fand, lässt auf mangelndes Vertrauen des Trainers in die Fähigkeiten des 26-Jährigen schließen.

Von Beginn an war den Gastgebern eine große Verunsicherung anzumerken. Kiel dagegen, mit einer eingespielten Truppe antretend, verstand es vortrefflich, die Kreise der Rostocker einzuschränken. Während der gesamten 90 Minuten konnte sich der FCH keine einzige zwingende Torchance erarbeiten. Für ein Heimteam war das eindeutig zu wenig.

Aber auch die Gäste überzeugten kaum in der Offensive, hatten ihre beste Chance bei einem Freistoß von Kazior, den FCH-Keeper Johannes Brinkies ebenso parierte wie den Nachschuss von Gebers (65.).

Hahnel sieht Rot wegen Handspiels

"Pommes" musste in den Kasten, weil Referee Christian Bandurski (Oberhausen) zuvor Jörg Hahnel wegen Handspiels außerhalb des Strafraums vom Platz stellte. ",Schiedi’ will den Ball lupfen. Der springt mir an die Hüfte und von da an die Hand. Früher musste einmal Absicht mit im Spiel sein. Aber der Schiedsrichter meinte, bei einem Torwart ist das nicht entscheidend", so "Jockel", der hofft, dass es keine lange Sperre gibt: "Ich bin ja kein Wiederholungstäter. Das war meine erste Rote Karte."

Trotz der Hinausstellung mussten die Rostocker nicht in Unterzahl agieren, denn Heider führte den Freistoß ohne Freigabe durch den Schiedsrichter aus und musste daraufhin mit Gelb-Rot vom Platz.

Trainerurteile:


Andreas Bergmann (Rostock): Uns fehlte vor allem die Sicherheit im Aufbauspiel sowie Durchschlagskraft im Angriff. Wir hatten keinen großen Tag, aber die Jungs haben bewiesen, dass sie Leistung zeigen wollen. Es war insgesamt ein sehr intensives Spiel, das nach den beiden Platzverweisen nicht mehr so gut war. Man merkte, dass beide Mannschaften müde waren und nicht mehr das letzte Risiko eingingen, um dann vielleicht durch eine Unachtsamkeit noch zu verlieren.

Karsten Neitzel (Kiel): Die Mannschaft, die zum Großteil im vergangenen Jahr den Aufstieg geschafft hat, wollte beweisen, dass sie auch in der
3. Liga konkurrenzfähig ist und hier aus Rostock etwas mitnehmen. Beides ist uns gelungen. Dennoch sind wir nicht ganz zufrieden. Wir haben sehr gut gegen den Ball gearbeitet, uns bei Ballgewinnen jedoch schwer getan, kreative Dinge damit anzustellen. Wenn wir dort unsere Situationen besser ausspielen, haben wir die Chance, sogar zwei Punkte mehr mitzunehmen.

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