12. Redefiner Pferdefestival : Stars, Stars, Stars und edle Rösser

Freuen sich aufs Redefiner Pferdefestival: Turnierorganisator Paul Schockemöhle (l.), Reiter Florian Meyer zu Hartum sowie Rikke Bindner-Borchert (r.) und Norbert Lissak (2.v.l.) vom Gut Vorbeck, das sich erstmals als Prüfungssponsor präsentiert.  Reinhard Klawitter
Freuen sich aufs Redefiner Pferdefestival: Turnierorganisator Paul Schockemöhle (l.), Reiter Florian Meyer zu Hartum sowie Rikke Bindner-Borchert (r.) und Norbert Lissak (2.v.l.) vom Gut Vorbeck, das sich erstmals als Prüfungssponsor präsentiert. Reinhard Klawitter

Kaum zu glauben, aber wahr: Redefin schlägt Hamburg! Zumindest in Sachen TV-Einschaltquoten von Reitturnieren. Die morgen beginnende zwölfte Pferdefestival-Auflage wird alles daran setzen, den guten Ruf zu verteidigen.

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02. Mai 2012, 07:59 Uhr

Schwerin | Kaum zu glauben, aber wahr: Redefin schlägt Hamburg! Zumindest in Sachen TV-Einschaltquoten von Reitturnieren. "2011 gab es beim NDR die besten aus Redefin noch vor dem Hamburger Derby oder den Traditionsturnieren in Kiel, Neumünster und Nörten-Hardenberg. Redefin ist über Mecklenburg hinaus von sehr großer Bedeutung", frohlockte Redefins Turnierorganisator Paul Schockemöhle bei der gestrigen Pressekonferenz in Gut Vorbeck vor den Toren Schwerins.

Und die morgen beginnende zwölfte Pferdefestival-Auflage wird alles daran setzen, diesen Ruf zu verteidigen. Das Flair mit dem Klassizistischen Portal vor dem Rasenparcours auf dem Alten Paradeplatz spricht sich eben nicht nur unter den Reitern rum. Das Landgestüt ist geradezu ein Kleinod in Sachen Pferd. Aktive aus 13 Nationen haben sich angesagt. Der Reigen wird angeführt von keinem Geringeren als der Nr. 1 der Welt im Springsport, dem Schweden Rolf-Göran Bengtsson. An der Spitze der deutschen Farben stehen die beiden amtierenden Mannschafts-Weltmeister Janne-Fiederike Meyer (Schenefeld) und Carsten-Otto Nagel (Moorhof).

Bengtsson hat auf fast allen größeren Turnieren schon gewonnen - in Redefin aber noch nie! 2007 belegte der Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele 2008 und amtierende Europameister auf Mac Kinley Rang drei beim einzigen internationalen Turnier in Meckpomm. Und vor Jahresfrist fehlten dem blonden Skandinavier auf Kiara La Silla als Zweitem 15/100stel Sekunden. Es triumphierte der in Redefin aufgewachsene André Thieme (Plau) auf Aragon Rouet - jenem Belgischen Wallach, mit dem Thieme dann im September das Million-Dollar-Springen von Sau ger ties (US-Bundesstaat New York) gewann.

"Mit der Titelverteidigung in Redefin wird garantiert nichts", verkündet Thieme. Sein Aragon ist längst ein "US-Bürger". So setzt er beim 12. Pferdefestival für den Großen Preis "auf die achtjährige Stute Contanga. Sie wird erstmals ein Drei-Sterne-Springen gehen." Thieme sattelt in Redefin am Sonnabend fürs Championat Narcorde, seinen bereits dreifachen Derby-Helden. So müssen diesmal eben andere MV-Reiter ran. Etwa Holger Wulschner (Groß Viegeln), der nach seinem Trainingssturz von einem Nachwuchspferd inzwischen wieder im Sattel sitzt. Oder holen sich der Gadebuscher Thomas Kleis bzw. Heiko Schmidt (Neu Benthen) das dickste Preisgeld ab?

Daneben ist die Dressur laut Paul Schockemöhle "fest entschlossen, dem Springen richtig Konkurrenz zu machen". In der Tat geht es ab morgen im Viereck neben dem Haus Falkenhain so prominent wie noch nie zu. So kommen die Mannschafts-Olympiasiegerin in der Vielseitigkeit, Ingrid Klimke (Münster), die Dressur-Weltcup-Zweite im niederländischen s’Hertogenbosch vor knapp zwei Wochen, Helen Langehanenberg aus Havixbeck, und die 2011er Siegerin des Hamburger Dressur-Derbys Kath leen Keller (Harsefeld). Da darf sich der mehrfache MV-Landesmeister Ronald Lüders aus Plaaz bei Güstrow aber warm anziehen! Und das nicht nur wegen der zu erwartenden Temperaturen, die am Wochenende auf um die zehn Grad sinken sollen. "Fürs Wetter bin ich nicht verantwortlich. Wenn es gut ist, bin ich es natürlich", so Schockemöhle.

Bis Sonntag stehen im Springen und in der Dressur insgesamt 24 Prüfungen an. Höhepunkte des Turniers mit einem Gesamtetat von 550 000 Euro sind das Championat am Sonnabend und Tags darauf der Große Preis, bei denen es auch um Weltranglistenpunkte geht. Und in der Dressur zieht die diesjährige deutschlandweite Qualifikation zum Nürnberger Burg-Pokal die Starter geradezu magisch an.

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