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Hansa Rostock : Standards werden wieder zur Waffe

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Harmlose, halbhohe Fluggeschosse auf den ersten Verteidiger oder Flanken hinter das gegnerische Tor: Die Standards des Fußball-Zweitligisten FC Hansa waren zuletzt oftmals ein Graus und sorgten kaum für Gefahr.

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erstellt am 13.Feb.2012 | 09:16 Uhr

Rostock | Harmlose, halbhohe Fluggeschosse auf den ersten Verteidiger oder Flanken hinter das gegnerische Tor: Die Standards des Fußball-Zweit-ligisten FC Hansa waren zuletzt oftmals ein Graus und sorgten trotz der vielen langen Kerle wie Stephan Gusche (1,94 Meter), Matthias Holst (1,90) oder Robert Müller (1,87) kaum für Gefahr. Doch die Hanseaten scheinen sich zu verbessern. Die "ruhenden Bälle" könnten im Kampf um den Klassenerhalt wieder zu einer richtigen Waffe werden. Beim 4:2-Heimerfolg gegen den MSV Duisburg sorgten die Versuche sowohl von Timo Perthel als auch Tobias Jänicke immer wieder für große Verwirrung in der Abwehr der Zebras. "Bei beiden war die Ausführung ordentlich und besser als noch in Bochum", sagte FCH-Trainer Wolfgang Wolf.

Und auch die Erfolgsquote stimmte im Duell mit dem Club aus dem Ruhrpott. Im Anschluss an Freistöße von Perthel war jeweils Marek Mintál zur Stelle, erzielte die Treffer zum 1:0 und 3:2. Die akribische Arbeit der vergangenen Wochen scheint sich auszuzahlen. "Beim Standard zum 3:2 haben wir sehr gut gestanden. Die Staffelung hat gepasst", ergänzte der Chefcoach.

Die Variante ließ er vor allem im Trainingslager im spanischen El Rompido nahezu bis zum "Erbrechen" üben. Am vorderen Pfosten soll die Kugel verlängert werden. Gegen den MSV war es

Robert Müller. Hinten lauert dann das "Tor-Phantom" und knipst die Dinger in bekannter Manier rein.

"Es ist aber noch nicht alles Gold, was glänzt", mahnte Wolfgang Wolf zur Besonnenheit. Und in der Tat: Trotz des zweiten Saisonsieges zieren die Norddeutschen weiterhin das Tabellenende, verringerten lediglich den Abstand zum rettenden Ufer um zwei auf jetzt drei Zähler. "Doch die drei Punkte sind wichtig fürs Selbstvertrauen und als Zeichen für die Fans, dass wir noch da sind und nicht aufgegeben haben. Vor allem die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, war in Ordnung. Die Gegner sollen schon wissen, dass noch Hansa lebt", so der Fußball-Lehrer.

Allerdings: So gut die Standards vorne waren, so anfällig sind die Rostocker hinten. Alle vier Gegentreffer 2012 - je zwei in Bochum sowie gegen Duisburg - fielen nach Freistößen oder Ecken. "Da müssen wir uns steigern, sind manchmal gar nicht richtig auf dem Platz. Es gilt, mehr Giftigkeit zu entwickeln, den Ball unbedingt weghauen zu wollen. Dennoch ist toll, wie die Mannschaft die Nackenschläge gegen Duisburg weggesteckt hat", sagte Wolf.

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