Stadtauswahl führt den FCH vor

<strong>Hansa-Traditionself</strong> gegen DDR-Oberliga-Legenden: Siegfried 'Schoko' Gensich ist geschlagen, Hans-Jürgen 'Dixie' Dörner haut den Ball fast noch über die Latte…
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Hansa-Traditionself gegen DDR-Oberliga-Legenden: Siegfried "Schoko" Gensich ist geschlagen, Hans-Jürgen "Dixie" Dörner haut den Ball fast noch über die Latte…

svz.de von
17. Juni 2012, 09:58 Uhr

Rostock | Beim Duell Profikicker gegen Freizeitfußballer scheint der Ausgang der Partie im Vorfeld klar. Doch im Vergleich FC Hansa contra Rostocker Stadtauswahl bei der Dankeschön-Party der Drittligisten zeigten Bürgermeister Roland Methling und Bürgerschaftspräsidentin Karina Jens was gutes Coachen ausmachen kann. Mit 3:2 (1:1) behielt die zusammengewürfelte Truppe aus Akteuren von der sechsten (Verbandsliga) bis zur neunten Liga (Kreisoberliga) die Oberhand. "Es ist ein tolles Gefühl auf der Bank zu sitzen. Man bekommt ein ganz neues Verständnis für den Fußball", sagte Karina Jens.

Die "Gäste" spielten mutig mit, versteiften sich nicht aufs Mauern sondern versuchten ihre mutigen Ankündigungen umzusetzen. Zwei Tore hatte sich Coach Michael Küppers (früher SV Hafen und Güstrower SC) gewünscht. Mittelfeldmann Tobias Kirschnik (Rostocker FC) sprach im Vorfeld sogar von einem Sieg. Und der 26-Jährige sollte am Ende Recht behalten.

In der Nachspielzeit düpierte Michael Kullat (TSV Graal-Müritz) die gesamte Hansa-Abwehr und bediente Martin Drewniok (RFC), der keine Mühe hatte Kevin Müller zu überwinden (60.+1). Letztgenanntem wurde damit das gleiche Schicksal zu teil, wie schon seinen Vorgängern. Jörg Hahnel hatte gegen den Bentwischer Björn Boy (1:1/21) das Nachsehen. RFC-Oldies Ringo Scholz überwand in seinem letzten Spiel Johannes Brinkies mit einem tollen Heber (2:2/36.).

FC Hansa: Hahnel (22. Brinkies, 41. Müller) - Zolinski (31. Geenen), Holst, M’Bengue (31. Gusche), Blum (31. Lartey) - Jordanov (31. Mendy), Humbert, Weilandt (31. Berger), Starke - Albrecht (31. Plat), Albrecht)

Stadtauswahl: Heskamp - Priebke, Tara, C. Seering, Mauersberger - Mohrmann, B. Boy, Kaminski, Küter - Gyaki, Franke. Eingewechselt: Krause - Scholz, Scharlau, M. Drewniok, J. Drewniok, Horstmann, Haeske, Krause, Mohs, Buntrock, Scherf, Kullat, Ahrens, Krischnik

Tore: 1:0 Albrecht (10.), 1:1 B. Boy (21.), 2:1 Plat (35.), 2:2 Scholz (36.), 2:3 M. Drewniok (60.+1)

Im Vorspiel standen sich die Traditionsmannschaft des FC Hansa (nicht zuletzt dank der Vertreter aus der aktuellen Ü 42 konditionell sowie von der Eingespieltheit her im Vorteil) und die DDR-Oberliga-Legenden gegenüber. Beim 4:3 (0:1) der Gastgeber in den beiden Halbzeiten über gut 14 bzw. 19 Minuten trat allerlei Prominenz vergangener Tage auf. So Olympiasieger und WM-Teilnehmer wie Hans-Jürgen Dörner, Peter Ducke, Lothar Kurbjuweit oder Rüdiger Schnuphase.

Beim Treffer zum 1:3 liefen gleich drei Weiße allein aufs Tor zu, und doch beförderte Dörner, spielfreudiger Stratege wie eh und je, die Kugel nach Pass von Döschner fast noch über den Balken ("Der ist mir ein bisschen abgerutscht, wurde dadurch aber unhaltbar"). Dass das für die Gäste fast schon gewonnen geglaubte Duell doch noch verloren ging, dafür kannte deren Coach Otto Fräßdorf die Ursache: "Wir sind gefühlte 200 Jahre älter." Kurt Habermann, mit 73 einer der Gestandensten unter den Helden von einst, fasste den Vergleich treffend zusammen: "Erstaunlich, dass alle noch so gut fit sind. Es ist eine herrliche Sache und große Ehre, hier im neuen Stadion auflaufen zu dürfen."

FC Hansa: Gensich - Barthels, Bullerjahn, Littmann, Hanke, Wenzlawski, Wolter, Weilandt, Kehl, Kaschke, Kostmann, Reif, Scharon, Rillich, Habermann; Trainer: Albrecht

DDR-Oberliga-Legenden: Schneider - Göhr, Schnuphase, Stahmann, Kurbjuweit, Seguin, Wunderlich, Wittke, Dörner, Döschner, Frenzel, Sykora, Ducke, Ullrich; Trainer: Fräßdorf

Tore: 0:1 Seguin (4.), 1:1 Wolter (17.), 1:2 Döschner (20.), 1:3 Dörner (27.), 2:3 Scharon (28.), 3:3 Wolter (31./Freistoß), 4:3 Wenzlawski (33.)

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