zur Navigation springen

Volleyballerinnen mit großem Selbstvertrauen vor neuer Saison : SSC von Beginn an voll gefordert

vom

Die neue Volleyball-Saison steht vor der Tür. Und da geht es gleich von Beginn an Schlag auf Schlag. Nach dem Bundesliga-Auftakt am 19. Oktober gegen den VfB Suhl, gastiert fünf Tage später Dinamo Kazan in Schwerin.

svz.de von
erstellt am 10.Okt.2012 | 06:47 Uhr

Schwerin | Die neue Volleyball-Saison steht vor der Tür. Und da geht es gleich von Beginn an Schlag auf Schlag. Empfängt der deutsche Doublegewinner zum Eröffnungsspiel der Bundesliga am 19. Oktober den VfB Suhl in der heimischen Arena, gastiert gleich fünf Tage später der russische Meister Dinamo Kazan in der Champions League in Schwerin. Einen leichten Aufgalopp wie in den vergangenen Jahren gibt es nicht. "Ich finde es gut, dass wir gleich von Anfang an gefordert sind", sagt der neue SSC-Kapitän Denise Hanke. Die Zuspielerin wird die SSC-Volleyballerinnen in dieser Spielzeit aufs Feld führen. "Ich mache das gern. Es ist eine Ehre für mich. Wenn ich Verantwortung übernehmen will, ist das Kapitänsamt nur förderlich für meine weitere Entwicklung", sagt die 23-Jährige, die in ihre sechste Saison beim SSC geht.

Spielerisch sind die SSC-Damen bestens gerüstet. "Wir haben zwei top-besetzte Vorbereitungsturniere und ein Testspiel gegen den polnischen Meister Sopot gewonnen. Wir sind jetzt schon auf dem Niveau, das wir Ende April in den Play-offs hatten", sagt SSC-Trainer Teun Buijs. Das gilt es weiter zu erhöhen, um den nächsten Schritt zu machen, der da heißt, auch in der Champions League "besser abzuschneiden als im Vorjahr". Damals hatte man mit RC Cannes und Villa Cortese allerdings zwei Teams in der Vorrunde, die bis ins Final Four marschierten. Dazu gesellten sich noch die starken Türkinnen von Eczacibasi Istanbul.

Mit Kazan, dem dritten der italienischen Meisterschaft Robur Tiboni Urbino und dem rumänischen Vertreter Tomis Constanta werden die Fans wieder europäischen Spitzenvolleyball in Schwerin sehen. Nur diesmal nicht in der Sport- und Kongresshalle, sondern in der Arena. "Wir haben eine Sondergenehmigung vom europäischen Verband erhalten. Die CEV kennt hier die Bedingungen und wäre froh, wenn andere Vereine so eine Halle hätten", sagte gestern auf der Pressekonferenz Teamleitungsmitglied Michael Evers. Eigentlich schreibt die CEV eine Hallenkapazität von 3000 Zuschauern vor. Deshalb zog man vergangenes Jahr in der Königsklasse in die große Halle. Doch das rechnete sich nicht. Keine 2000 Zuschauer kamen jeweils zu den drei Heimspielen in die 5000 Zuschauer fassende Sport- und Kongresshalle. "Ich bin schon immer ein Verfechter davon gewesen, dass wir mit vielen Leuten auf kleinem Platz spielen", freut sich Denise auf die Stimmung in "unserem Wohnzimmer".

Diesen Heimvorteil möchte der SSC gegen Kazan, Urbino und Contanta nutzen. "Ich hoffe, dass wir mehr in der Champions League erreichen und noch mehr aus diesen Spielen mitnehmen können. Ich habe jedenfalls ein größeres Vertrauen in uns als letztes Jahr. Die Champions League ist nicht mehr so neu für uns. Vielleicht unterschätzt man uns ja, da wir immer noch als Außenseiter zählen", so die SSC-Zuspielerin, die aber auf die auslandserfahrenen Neuverpflichtungen in ihrem Team Quinta Steenbergen und Lucia Hatinova (beide Mittelblock) verweist.

Noch sind die Kaderplanungen des SSC nicht abgeschlossen. Acht Spielerinnen verließen den Sportclub, erst vier sind gekommen. "Wir brauchen noch zwei Spielerinnen auf Außen", sagt der Trainer, der in Absprache mit der Teamleitung noch fleißig sucht. Aber eines steht außer Frage: Auf nationaler Ebene will man wieder in der vordersten Reihe mitspielen. "Alles andere würde man uns ja auch nicht abnehmen. Wir wollen an die Erfolge des letzten Jahres anknüpfen. Aber wir wissen auch, wie schwer das ist", so Evers, der genau wie der Trainer weiß, dass das Niveau in der Liga kontinuierlich steigt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen