Titelverteidiger mit klarem 3:0-Erfolg über Dresden im Pokal : SSC-Damen ziehen gnadenlos durch

Grenzenloser Jubel  bei den Schweriner Volleyballerinnen nach dem erneuten Einzug ins Pokal-Halbfinale. Dietmar Albrecht
Grenzenloser Jubel bei den Schweriner Volleyballerinnen nach dem erneuten Einzug ins Pokal-Halbfinale. Dietmar Albrecht

Die Volleyballerinnen des Schweriner SC brannten gestern Abend ein sportliches Feuerwerk ab. Vor 1429 Zuschauern ließ der Titelverteidiger daheim dem Dresdner SC im Pokal-Viertelfinale nicht die Spur einer Chance.

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28. November 2012, 09:19 Uhr

Schwerin | Die Volleyballerinnen des Schweriner SC brannten gestern Abend in der Arena am Lambrechtsgrund ein sportliches Feuerwerk ab. Vor 1429 Zuschauern ließ der Titelverteidiger dem Dresdner SC im Pokal-Viertelfinale nicht die Spur einer Chance: Mit 3:0 (20, 19, 15) besiegte die Mannschaft von Teun Buijs die Sachsen nach nur 70 Minuten und zog in die Vorschlussrunde am 28. Dezember ein. Eigentlich sollte der Klassiker der Kracher des Viertelfinales sein. Aber: Ein Spitzenspiel war es nur von Schweriner Seite.

Der SSC-Coach hatte gleich für den Gegner eine Überraschung parat. Zwar spielte im Außenangriff wieder Lousi Souza Ziegler, die noch am Sonnabend gegen Wiesbaden weitgehend aufgrund von Rückenproblemen passen musste. Doch der Niederländer stellte die eigentliche Mittelblockerin Lucia Hatinva auf Diagonal und von dieser Position Anja Brandt in den Mittelblock. Damit kamen die Gäste überhaupt nicht zurecht.

Der Titelverteidiger benötigte ein wenig Zeit, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Zwar lag der SSC schnell mit 4:1 in Front. Doch in der Anfangsphase machte Dresdens Judith Pietersen den Gastgeberinnen einige Probleme. Die Block- und Feldabwehr stand noch nicht: 4:5. Doch auch Dresden agierte mit zuviel Risiko, sodass die SSC-Damen wieder in Front ziehen konnten. Die Buijs-Schützlinge waren jetzt konsequenter, setzten den Dresdner SC immer wieder unter Druck. Und als Schwerins Außenangreiferin Janine Völker mit einem Angriff zum 12:10 endlich mal durchkam, war beim deutschen Meister und Pokalsieger endgültig die Betriebstemperatur erreicht. Fortan lief das variable Angriffsspiel, ob nun über Außen über Janine Völker und die glänzend aufgelegte Lousi Souza Ziegler oder auch über Diagonal mit Lucia Hatinova. Und in der Mitte machten Quinta Steenbergen sowie Anja Brandt ihre Sache hervorragend. Alle wurden von Zuspielerin Denise Hanke immer wieder klasse eingesetzt. Dresden versuchte sich zu wehren, aber der Schweriner Sportclub stand in der Annahme und Feldabwehr um Libero Lisa Thomsen hervorragend. Kontinuierlich erhöhten die Mecklenburgerinnen über 18:14, 23:17 durch Lousi Souza Ziegler auf 24:18. Den dritten Satzball verwandelte die gebürtige Brasilianerin dann höchstpersönlich.

Und weiter gings. Die 1429 Zuschauer trauten ihren Augen nicht. Der Schweriner SC zog gnadenlos durch. Den wuchtigen Angriffen hatten die Gäste nichts entgegenzusetzen. Dresden war in der Annahme um Libero Kayla Banwarth total überfordert. Das war der Knackpunkt in der Partie. Schwerin zog einsam seine Kreise: Über 8:1, 12:5 und 22:11 enteilten die Gastgeberinnen. Danach schlichen sich ein paar Konzentrationsschwächen ein und Dresden kam noch einmal näher. Aber das war letztendlich auch egal. Lousi Souza Ziegler, die mit 14 Zählern die fleißigste Punktesammlerin war, versenkte den vierten Satzball.

Irgendwie dachte man, das kann doch nicht sein. Die Sachsen, die auch in der Champions League starten, müssten doch mal endlich aufwachen. Bis zum 10:8 hielten sie im dritten Durchgang mit, doch das wars. Bei den Gästen lief gar nichts, beim deutschen Doublegewinner alles. Die Spielerinnen um Kapitän Denise Hanke hatten sichtlich ihren Spaß und ließen der Mannschaft von Trainer Alexander Waibl nicht die Spur einer Chance. Nach nur 70 Minuten stand der Einzug ins Pokal-Halbfinale fest.

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