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Volleyball: Nach dem Champions-League-Spiel bei Villa Cortese : SSC-Damen verlangen Top-Team alles ab

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SSC-Trainer Teun Buijs zog vor dem Spiel einen bildhaften Vergleich: "Wenn ihr es schafft, dass der Ferrari nur 200 km/h fährt, dann haben wir eine Chance." Doch der kam zum Ende doch noch auf der Überholspur vorbei.

Mailand | "Wir haben gezeigt, dass wir über längere Strecken sehr guten Volleyball spielen können. Es war schon besser als gegen Istanbul", meinte SSC-Libero Lisa Thomsen gestern vormittag, nachdem sie eine Nacht über die 1:3 (21,. -21, -17, -15)-Niederlage im Champions-League-Spiel beim italienischen Vize-Meister Villa Cortese geschlafen hatte. Aber sie gab auch zu: "Ich bin noch ein bisschen im Zwiespalt. Auf der einen Seite sehe ich die Leistung aus den ersten zweieinhalb Sätzen sehr positiv. Auf der anderen Seite ist es schon noch ärgerlich, dass wir unsere Chancen nicht genutzt haben. Es wäre mehr drin gewesen."

Die Volleyballerinnen des Schweriner SC hatten am Vorabend den Italienerinnen alles abverlangt. Die Gastgeber starteten nicht mit dem ersten Sechser und der SSC machte alles richtig. Das musste auch Villa Cortese einsehen. "Wir haben sie über das Spiel hinweg gezwungen, den ersten Sechser zu bringen. Die Top-Mannschaften merken, dass man uns nicht mal eben so schlagen kann", fand Lisa Thomsen einen weiteren positiven Aspekt. Auch das Stammpersonal tat sich zunächst schwer gegen einen glänzend aufgelegten deutschen Meister. Selbst im dritten Satz, als die Gäste 4:8 hinten lagen, fanden sie ihre Linie wieder und gingen gar mit 15:11 in Führung. "Wir brauchten ein bisschen Zeit, um uns auf die Umstellung einzustellen", so SSC-Kapitän Julia Retzlaff. Und das hatten die SSC-Damen mit ihrem fulminanten Zwischenspurt hinbekommen.

Doch wie aus heiterem Himmel war der Faden völlig weg und die Fehler häuften sich. "Wir können das Top-Niveau, das in der Champions League nötig ist, noch nicht über die gesamte Zeit bringen. Aber es wird von Spiel zu Spiel besser", urteilte SSC-Trainer Teun Buijs, der vor der Begegnung einen sehr bildhaften Vergleich zog: "Wenn ihr es schafft, dass der Ferrari nur 200 km/h fährt, dann haben wir eine Chance." Doch der italienische Sportwagen - um im Bild zu bleiben - kam zum Ende doch noch auf der Überholspur vorbei. Trotz allem vergaßen die SSC-Spielerinnen nicht, in der Nacht noch ihrer Physiotherapeutin Katja Braun ein Geburtstags-Ständchen zu bringen.

"Es ist schade, dass wir jetzt gar nicht so viel über die positiven Dinge aus der Partie reden können", meinte Julia Retzlaff. Denn schon gestern Nachmittag vor dem Abflug in Mailand drehte sich schon wieder vieles um die Bundesliga-Partie morgen Abend bei Alemannia Aachen.

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erstellt am 07.Dez.2011 | 06:44 Uhr

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