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19. November 2017 | 06:14 Uhr

SSC-Damen einfach nur sensationell

vom

svz.de von
erstellt am 12.Apr.2013 | 09:26 Uhr

Schwerin | Das war gestern Abend vor 1389 Zuschauern in Arena am Lam brechtsgrund der Hammer: Die Volleyballerinnen des Schweriner SC fertigten den VC Wiesbaden im ersten Halbfinal-Spiel um die deutsche Meisterschaft sensationell mit einem überaus klaren 3:0 (16, 5, 13) ab. Die Mannschaft von SSC-Ttrainer Teun Buijs präsentierte sich gestern in Höchstform, der Gegner hingegen agierte wie das Kaninchen vor der Schlange. "Das fühlt sich super gut an. Es freut mich total für die Mädels", sprudelte es aus SSC-Libero Lisa Thomsen heraus.

"Ich habe richtig Lust auf das Spiel", hatte SSC-Mittelblockerin Anja Brandt einen Tag vor der Partie gegen die Hessinnen frohlockt. Und der Blondschopf sprühte wie das gesamte Team nur so vor Spielwitz. Bestens eingestellt legten die Schwerinerinnen von Beginn an los wie die Feuerwehr. Mit starken Aufschlägen setzten die Gastgeberinnen den VC Wiesbaden dermaßen unter Druck, dass der überhaupt kein geordnetes Angriffsspiel aufbauen konnte.

Ganz im Gegensatz zum SSC. Da schalteten und walteten Lucia Hatinova auf Diagonal, Anne Buijs und Louisi Souza Ziegler auf Außen sowie Anja Brandt und Quinta Steenbergen in der Mitte wie sie wollten. So führten sie schnell nach 9:3 kurze Zeit später mit 14:7. Dann hatten die Buijs-Schützlinge eine kleine Schwächephase. Die Annahme wackelte ein wenig und Wiesbaden verkürzte auf 13:14. Doch die Schwerinerinnen ließen sich nicht aus dem Konzept bringen, zogen jetzt mit einer überragenden Anne Buijs das Tempo an. Wiesbaden konnte weder in der Feld- noch in der Blockabwehr dagegenhalten. Die Aufschläge von Janine Völker, die beim 18:15 für Lucia Hatinova kam, brachten die Gäste ebenso ein ums andere Mal arg in Bedrängnis. Schwerin zog einsam seine Kreise. So war der erste Satz schnell Geschichte.

Doch was sich im zweiten Durchgang abspielte, war von SSC-Seite einfach nur sensationell. Der Titelverteidiger befand sich inzwischen in einem Spielrausch. Wie aus einem Guss agierten die Gastgeberinnen. Das war lehrbuchreif. Wiesbaden präsentierte sich vollkommen von der Rolle. Eigentlich war diese Leistung des diesjährigen Pokalfinalisten eines Meisterschafts-Halbfinales unwürdig. Aber das war den SSC-Damen egal, sie waren in Höchstform und ließen auch nicht nach. Grandios im Angriff, im Block, in der Feldabwehr ließen sie den Gästen nicht die Spur einer Chance. Sage und schreibe ging dieser Durchgang mit 25:5 an den Gastgeber. "So einen Satz spielt man nicht oft. Gegen Urbino haben wir in der Champions League ja einen zu sechs gewonnen", meinte SSC-Zuspielerin Denise Hanke.

Damit waren gestern Abend die Messen gelesen. Die SSC-Damen zogen weiter gnadenlos durch und feierten nach nur 62 Minuten den ersten Sieg im Halbfinale. Am Donnerstag geht es um 20 Uhr in Rüsselsheim weiter.

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