Finn-Legenden bei der EM in Warnemünde erwartet : Sogar IOC-Chef Rogge will kommen

Pause beendet: Jan Kurfeld aus Wismar möchte bei der Finn-EM wieder angreifen.  Otto Kasch
Pause beendet: Jan Kurfeld aus Wismar möchte bei der Finn-EM wieder angreifen. Otto Kasch

Die Finn-EM 1961 war die erste große Meisterschaft im dafür extra gebauten Yachthafen in Warnemünde. 52 Jahre später treffen sie sich die einstigen FinnGrößen von damals und Segel-Legenden von heute wieder.

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16. Mai 2013, 11:33 Uhr

Die Finn-EM 1961 war die erste große Meisterschaft im dafür extra gebauten Yachthafen in Warnemünde. Willy Kuhweide holte sich damals den Titel und setzte damit seine beispiellose Segelkarriere fort, die in zwei Olympiamedaillen und mehreren Welt- und Europameistertiteln gipfelte. Auch Jochen Schümann (beide Berlin) erinnert sich gern an seine Zeit im Finn: 1976 holte er seine erste olympische Goldmedaille in dieser Bootsklasse und avancierte zu einem der erfolgreichsten und bekanntesten deutschen Segler.

52 Jahre, einige Medaillen und viele Meisterschaften später treffen sie sich alle wieder: die einstigen FinnGrößen von damals und Segel-Legenden von heute. Anlässlich der EM der olympischen Einhandbootklasse vom 19. bis 27. Juli besuchen sie die hochrangig besetzte Regatta, zu der 100 Athleten aus Europa und der Welt vor Warnemünde erwartet werden. Die deutsche Spitze tritt dabei geschlossen an und will den Erfolgskurs deutscher Segler fortsetzen. Bereits an diesem Wochenende trifft sich das Finn Team Germany, um mit anderen ehrgeizigen Regattaseglern unter der Anleitung von Olympiasegler Robert Stanjek (Starboot) vor Warnemünde zu trainieren. "Unser Ziel ist, die ambitionierten deutschen Finnsegler so gut wie möglich in Form zu bringen, damit sie als Gastgeber in ihrem Land ein gute Mannschaftsleistung abgeben", sagt Stanjek.

Mit drei Trainingslagern im Vorfeld der EM und der Teilnahme an zwei internationalen Regatten zur Vorbereitung soll das gelingen: "Konditionell müssen die Segler dann vor allem zu Hause neben Studium und Arbeit Gas geben, damit sie zur EM im Saft stehen."

Alles geben will auch Jan Kurfeld aus Wismar. Der 25-Jährige, der nach seinem enttäuschenden Abschneiden bei der WM in Perth 2011 eine Pause einlegte, will zur EM mit frischem Wind angreifen, schließlich hat er maßgeblich Anteil daran, dass die Meisterschaft in Deutschland stattfindet. Beim Finn Gold Cup in San Francisco im August 2010 legte der erfolgreiche Nachwuchssegler den Grundstein für die dritte EM seiner Bootsklasse vor Warnemünde. "Ich weiß, dass unser Revier eines der besten auf der Welt ist und mit anderen Austragungsorten locker mithalten kann."

Doch die Konkurrenz schläft nicht: So haben für die EM bereits unter anderem der Spanier Rafael Trujillo (Zweiter der Olympischen Spiele 2004 und 2012) und auch der Niederländer Pieter Jan Postma (Vierter in London 2012) gemeldet.

"Auch Jaques Rogge will kommen - er nahm in dieser Bootsklasse dreimal an Olympia teil und war von 1979 bis 1981 Präsident des Weltverbandes", weiß Jürgen Mier. Der Weltmeister von 1965 aus Warnemünde hält die Fäden für das Treffen der segelnden Weggefährten am Rande der Meisterschaft in der Hand.

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