Smetana mit Doppelpack

Doppel-Torschütze Ondrej Smetana auf dem Weg zum 2:0. Sekundenbruchteile später wird er abdrücken und Halles Verteidiger Philipp Zeiger (rechts) den Ball unhaltbar abfälschen.  Im Hintergrund Edisson Jordanov. Georg Scharnweber
Doppel-Torschütze Ondrej Smetana auf dem Weg zum 2:0. Sekundenbruchteile später wird er abdrücken und Halles Verteidiger Philipp Zeiger (rechts) den Ball unhaltbar abfälschen. Im Hintergrund Edisson Jordanov. Georg Scharnweber

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23. September 2012, 07:03 Uhr

rostock | Der FC Hansa ist in der 3. Fußball-Liga weiter im Aufwind. Das souveräne 2:0 (2:0) gegen den Halleschen FC war die dritte Partie in Folge ohne Niederlage.

Trainer Fascher vertraute bei seinem Heim-Debüt erneut jener Elf, die knapp eine Woche zuvor beim 2:1 in Heidenheim begonnen hatte. Wohl wissend, dass es die Weiß-Blauen mit einem zähen Brocken zu tun bekommen würden, der zwar im Schnitt weniger als ein Tor pro Partie erzielt, andererseits jedoch an den neun Spieltagen zuvor erst ganze sechs Treffer kassierte (zum Vergleich Hansa: 15). Mit einem Minimalisten also, der bis dahin auswärts unbesiegt war (0:0, 0:0, 1:0, 1:1).

In nur zwei Partien Satz von Rang 14 auf sechs

Die Begegnung wurde zu Gunsten der mit dem verspäteten Zug anreisenden Gäste-Fans um eine halbe Stunde nach hinten verlegt.

Die Rostocker traten erneut mannschaftlich sehr geschlossen auf, geordnet und diszipliniert. Zur defensiven Sicherheit kam ein quicklebendiges Selbstbewusstsein auch im Gang nach vorn. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Blum holte die erste Ecke heraus und trat sie gleich selbst: von der linken Seite präzise auf den Kopf von Smetana, der sich gegen Zeiger behauptete und die Kugel flach im linken Eck des Gäste-Gehäuses versenkte - 1:0 (10.)! Aber die Saalestädter waren nicht so einfach zu beeindrucken. Sie kamen durch Pichinot zu einer ersten Gelegenheit (24.). Drei Minuten später hätten sie gern einen Elfmeter gehabt, doch Schiedsrichter Leicher wertete das Einschreiten von Mendy im eigenen Strafraum gegen den Hallenser Mast zu Recht nicht als strafstoßwürdiges Vergehen. Bei alldem waren die Mecklenburger jedoch dem 2:0 näher als der HFC dem Ausgleich. Weilandt verzog in guter Position nach einem Riesen-Flügellauf von Blum (30.). Kurz darauf stürmte der von Weilandt eingesetzte Smetana auf der rechten Seite los, fackelte nicht lange, drückte ab - 2:0 mit Hilfe von Verteidiger Zeiger, der den Schuss unhaltbar für Keeper Horvat abfälschte (32.).

Die zweite Halbzeit wartete zunächst mit einem überflüssigen "Höhepunkt" auf: massives Bengalo-Abgefackel im Gäste-Fanblock - so etwas ist nicht zuletzt eine Provokation und kann keineswegs als "Choreographie in Rot" verniedlicht werden.

Nach und nach versuchte der Aufsteiger Druck auszuüben und kam durch Lindenhahn zu einer Möglichkeit von hoher Güte, die ihm allerdings der im letzten Moment heranrauschende Gusche "versaute" (55.). Auch Holst musste vollen Einsatz zeigen, um Pichinot nicht das 1:1 zu ermöglichen (58.), und rettete nochmals stark (68.).

Alles in allem aber hatten die Hanseaten die Sache im Griff. Die verbleibenden 20 Minuten spielten sie sogar in aller Ruhe auf das dritte Tor. Es ging jetzt wieder entspannt zu, wie wenn bei Flaute das ruhige Fahrwasser sanft gegen die Bordwand plätschert. Bei zwei Freistößen von Haas (81., 85.) hätte sogar tatsächlich noch das 3:0 herausspringen können.

Es blieb beim Smetana-Doppelpack. In zwei Partien unter Fascher hat Rostock in der Tabelle einen Satz von Rang 14 auf sechs gemacht. Bis zum Relegations-Aufstiegsplatz drei sind es auf einmal nur fünf Punkte. Nach dem 1:1 gegen Wehen noch unter Coach Wolf lag Hansa drei Zähler vor dem Abstieg… Neue Zuversicht macht sich breit. Jetzt muss morgen beim VfB Stuttgart II nachgelegt werden!

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