Boxprofi wartet auf seine Kampfbörse vom Sturm-Kampf : Sebastian Zbik verklagt Universum

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Trost für Sebastian Zbik von Fritz Sdunek, seinem Ex-Trainer und aktuellen Coach von Felix Sturm. dpa

Der ehemalige Boxweltmeister Sebastian Zbik verklagt seinen Boxstall Universum. Grund ist die seit dem 13. April ausstehende Börse aus dem verlorenen WM-Kampf gegen WBA-Champion Felix Sturm aus Köln.

svz.de von
13. Juli 2012, 10:54 Uhr

Hamburg | Der ehemalige Boxweltmeister Sebastian Zbik (Neubrandenburg) verklagt seinen Boxstall Universum. Grund ist die seit dem 13. April ausstehende Börse aus dem verlorenen WM-Kampf durch Aufgabe vor der neunten Runde gegen WBA-Champion Felix Sturm aus Köln. "Vor vier Wochen habe ich ein erstes Schreiben geschickt, in dem ich um die Zahlung der vertraglich zugesicherten Summe gebeten habe. Seitdem werde ich immer wieder vertröstet. Jetzt reicht es mir", sagte Zbik dem "Hamburger Abendblatt" (Donnerstag).

Dem 30 Jahre alten Mittelgewichtler sollen rund 250 000 Euro Kampfbörse zustehen. Rechtsbeistand des Mecklenburgers ist Anwalt Peter-Michael Diestel (Potsdam), letzter Innenminister der DDR und früherer Präsident des FC Hansa Rostock.

Laut Universum wurde die Summe vom Sturm-Management fristgerecht auf ein Treuhandkonto eingezahlt. Promoter Waldemar Kluch beruft sich auf die ungeklärte Situation mit dem früheren Universum-Chef Klaus-Peter Kohl, von dem er den Boxstall erworben hat. Die Geschäftsübergabe soll wegen unterschiedlicher finanzieller und vertraglicher Interpretationen noch nicht abgeschlossen sein.

"Ich habe Sebastian gesagt, dass er sein Geld bekommt, wenn die Geschäftsübergabe mit Herrn Kohl abgeschlossen ist", sagte Kluch, der den Hamburger Box-Stall im vergangenen Sommer übernommen hatte. Das könne bereits nächste Woche der Fall sein.

Zbik beklagte, dass bei Universum keine professionellen Bedingungen herrschten. Universum kämpft seit dem Ablauf des TV-Vertrags mit dem ZDF Ende Juli 2010 um sein Überleben. Fast alle der einstigen Zugpferde haben den Promotor inzwischen verlassen.

Dabei habe der Mecklenburger laut "Abendblatt" großes Interesse daran, seine Karriere fortzusetzen. Ein Angebot, gegen den Argentinier Billi Godoy anzutreten, der beim Weltverband WBC an Position eins geführt wird, gab es bereits. "Wenn ich den besiege, wäre ich zurück in der Weltspitze. Ich weiß, dass ich dort mithalten kann", sagt er. Ein Wechsel zu einem anderen Profistall sei ebenso denkbar wie eine weitere Zusammenarbeit mit Universum.

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