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Champions League Duell gegen Eczacibasi Istanbul : Schwung aus Satz zwei mitnehmen

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Morgen in der Champions League gegen Eczacibasi Istanbul heißt es für die Volleyballerinnen des Schweriner SC sich so gut wie möglich zu verkaufen und dabei an die Leistung des Spiels gegen Vilsbiburg anzuknüpfen.

svz.de von
erstellt am 28.Nov.2011 | 09:46 Uhr

Schwerin | "Ich denke, dass wir am Dienstag uns wieder neu aufstellen werden. Es heißt ja nicht, da wir gegen Vilsbiburg verloren haben, dass wir gegen Istanbul keine Chance haben. Das sind zwei völlig verschiedene Wettbewerbe und in beiden haben wir zwei völlig verschiedene Zielstellungen", sagte Schwerins Zuspielerin Denise Hanke mit Blick auf das Kracherspiel morgen ab 19 Uhr in der Schweriner Sport- und Kongresshalle gegen Eczacibasi Istanbul. In der Champions League heißt es für die Volleyballerinnen des Schweriner SC nach zehn Jahren Abstinenz sich so gut wie möglich zu verkaufen. "Das ist ein ganz anderes Niveau. Da müssen wir mutig agieren. Ich hoffe, dass wir an die Leistung aus dem zweiten Satz heute gegen Vilsbiburg anknüpfen können", sagte SSC-Kapitän Julia Retzlaff und sie hofft natürlich darauf, "dass die Halle voll wird". Warum sollte sie nicht? Champions League bekommt man schließlich nicht alle Tage in Schwerin geboten.

Und wenn die Schwerinerinnen ihr Ziel erreichen wollen, müssen sie eben morgen an ihr tolles Spiel im zweiten Satz aus dem Bundesliga-Spitzenduell gegen die Roten Raben Vilsbiburg anknüpfen. Denn nur da passte alles zusammen. So war die 1:3 (-21, 15, -20, -16)-Niederlage vor 1220 Zuschauern in der Arena nur eine logische Konsequenz.

Im Angriff fehlte die Durchschlagskraft

Allerdings muss man der Mannschaft von SSC-Trainer Teun Buijs bescheinigen, dass sie sich spielerisch zum 3:1-Sieg gegen Potsdam gesteigert hat. Und auch der 1. Satz hätte nicht verloren gehen müssen. Nach einer Aufschlagserie von Denise Hanke führte der SSC 6:0. Aber auch bis zum 11:7 passte noch vieles. Allen voran haute Patricia Thormann, die als beste SSC-Spielerin ausgezeichnet wurde, die Bälle ins gegnerische Feld. Angetrieben von ihrer Besten, Liana Mesa Luaces, die sage und schreibe 28 Punkte machte, fanden die Raben in die Partie. Je sicherer die Gäste wurden, so ließ der SSC nach. "Unser Problem war heute der Angriff. Wir haben in einigen Phasen wieder zu ungeduldig agiert", analysierte Teun Buijs. "Wir waren heute nicht clever genug. Wir waren gegenüber Vilsbiburg immer einen Schritt hinterher. Sie waren flexibler im Angriff. Wir hätten eigentlich schon den ersten Satz machen müssen", meinte der SSC-Kapitän. Doch daraus wurde nichts.

In Durchgang zwei auf einmal steigerten sich die SSC-Damen enorm, spielten fast wie aus einem Guss. Da stand die Annahme sicher, sodass die Angriffe präzise kamen. "Wenn wir eine gute Annahme machen, ist es auch für Nisi (Denise Hanke - d. A.) einfacher", so Buijs. Und auch der Block packte jetzt mal zu. So machte Schwerin mit 25:15 kurzen Prozess. Auch nach der 11:6-Führung im dritten Satz glaubte so ziemlich jeder der Zuschauer: Jetzt haben die Buijs-Schützlinge die Sache im Griff. Weit gefehlt. Die Gäste reagierten. Und an ihrer Luaces bissen sich die SSC-Damen wieder die Zähne aus. Zudem blockte die Mannschaft von Trainer Guillermo Gallardo die Gastgeberinenn im gesamten Spiel doppelt so oft wie umgekehrt.

So waren der dritte Satz und der vierte noch schneller Geschichte. "Die Chancen, die wir hatten, haben wir nicht genutzt. Wir hätten einfach weitermachen müssen. Da hast du dir im zweiten Satz ein gutes Gefühl geholt, um es dann durch unnötige Fehler wieder herzugeben", war Schwerins Zuspielerin nach der Niederlage enttäuscht.

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