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Alles andere als unterkühlt : Schweriner Ehepaar von Olympia begeistert

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Total übermüdet aber ebenso beeindruckt kehrten Günter Zeckert und Gattin Karin von einem Fünf-Tage-Trip zu den Olympischen Spielen aus London in die MV-Landeshauptstadt zurück: "Es war einfach gigantisch."

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erstellt am 14.Aug.2012 | 06:44 Uhr

Schwerin | Total übermüdet aber ebenso beeindruckt kehrten Günter Zeckert und Gattin Karin von einem Fünf-Tage-Trip zu den Olympischen Spielen aus London in die MV-Landeshauptstadt zurück. Der Vorsitzende des Schweriner Marineclubs war über Bekannte an das Paket mit Tickets für zwei Tage bei der Leichtathletik im Olympiastadion, einem Tag an der Kanustrecke, Sightseeing, Hotel und natürlich Hin- und Rückflug gekommen. Fazit des 56-jährigen Bauingenieurs: "Ich bin immer noch sprachlos und muss das Erlebnis London erst einmal sacken lassen. Es war einfach gigantisch."

Am beeindruckendsten war für Günter Zeckert der Olympische Geist in den Stadien und ganz London: "Ich weiß, das klingt abgedroschen, aber so eine Begeisterung unter Sportlern und Zuschauern gleichermaßen habe ich noch nie erlebt." Dabei gönnt sich der sportbegeisterte Schweriner fast jedes Jahr einen internationalen Sport-Höhepunkt: Formel 1 etwa oder einen Fußball-Kracher. Die Spiele auf der Insel seien aber aus seiner Sicht unübertroffen - alles andere als "britisch unterkühlt".

"Natürlich sind die starken Leistungen der Briten förderlich gewesen, aber es wurde einfach jeder Athlet bejubelt und gewürdigt", erzählt Günter Zeckert, der vor allem im Olympiastadion mehr als einmal Gänsehaut bekam. Und als bei der Siegerehrung am Mittwoch Abend Diskuswerfer Robert Harting die Goldmedaille umgehängt bekam, sind bei dem gestandenen Mann sogar ein paar Tränen gekullert. "Wenn 80 000 deinem Landsmann zujubeln, bahnen sich die Gefühle einfach ihren Lauf", so Zeckert. Noch einen Zacken schärfer war am Sonnabend das Finale der 4x 100-m-Staffeln, das Jamaika mit Schlussläufer Usain Bolt in Weltrekordzeit gewann. Der Mecklenburger ist noch immer baff: "Unglaublich. Ich dachte, das Stadion bricht vor lauter Jubel zusammen. Das erlebt zu haben, kann dir keiner mehr nehmen."

Auch außerhalb der Sportstätten ist der "Olympische Geist" überall greifbar gewesen. Sicher seien Busse, S- und U-Bahnen voll gewesen, "es gab aber für uns nie ein Transportproblem. Und wenn man mal auf sein Ticket geschaut hat, war schnell ein freundlicher Londoner zur Stelle und hat geholfen", erzählt der Schweriner. Die Hauptlast hätten aus seiner Sicht ohnehin die tausenden Volunteers getragen, Sicherheitskräfte haben sich betont im Hintergrund gehalten. "Und wenn dann mal ein Polizist zu sehen war, hat der auch einen Spaß mitgemacht. Ich durfte sogar eine der typischen Kopfbedeckungen aufsetzen."

Ein Höhepunkt war schließlich der Besuch auf der MS Deutschland, dem deutschen Partyboot. Da hielt Günter Zeckert sogar eine Goldplakette der deutschen Hockey-Herren in den Händen. Mit der siegestrunkenen Nummer, bei der die Lounge des Schiffes ein bisschen in Mitleidenschaft gezogen wurde, habe er aber nichts zu tun gehabt, da sei er schon im Bett gewesen ...

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