zur Navigation springen

Halle/Saale : Schweriner Box-Duo beim Chemiepokal

vom

Auf dem Weg zu den Olympischen Spielen gilt es für die deutschen Boxer in dieser Woche, die vorletzte große Hürde zu meistern. Zum Chemiepokal-Turnier haben sich Top-Athleten fast aller führenden Box-Nationen angesagt.

svz.de von
erstellt am 13.Mär.2012 | 10:09 Uhr

Halle/Schwerin | Auf dem Weg zu den Olympischen Spielen gilt es für die deutschen Boxer in dieser Woche, die vorletzte große Hürde zu meistern. Zum morgen beginnenden traditionsreichen Chemiepokal-Turnier in Halle/Saale haben sich außer den schon seit einigen Jahren fehlenden Kubanern Top-Athleten fast aller führenden Box-Nationen angesagt. Für die DBV-Asse, von denen bislang mit den Berlinern Stefan Härtel (Mittel) und Enrico Kölling (Halbschwer) sowie dem Lohner Erik Pfeifer (Superschwer) erst drei ein Ticket für die Spiele in London gebucht haben, geht es in Halle darum, bester Deutscher zu sein. Denn nur der steigt Mitte April im türkischen Trabzon in den Ring, wo in einem Qualifikationsturnier die letzten europäischen Olympia-Startplätze vergeben werden.

Die beiden Schweriner Olympia-Hoffnungen, der deutsche Halbweltergewichtsmeister Artem Harutyunyan und Weltergewichtler Arayk Marutjan, haben sich in Halle so hauptsächlich mit David Müller (Saalfeld) bzw. mit Patrick Wojcicki (Wolfsburg) auseinanderzusetzen. "Als Trainer, die wir jetzt im Vorbereitungslager in Hennef mit allen Auswahlboxern gearbeitet haben, sind wir vom Verband angehalten, die Chancen der Deutschen gegeneinander nicht öffentlich zu kommentieren. Das ist auch in Ordnung so, damit in diese Duelle keine unnötige Schärfe kommt", berichtet Schwerins Trainer Andy Schiemann. "Was ich aber sagen kann: Unsere beiden Schweriner sind top drauf."

So habe der Hamburger Artem Harut yunyan, der Anfang 2011 nach Schwerin zog, in Hennef im Sparring vor allem gegen den auch in Halle boxenden Weltmeister Everton Lopes (Bra) überzeugt. "Das war eine ganz enge Kiste. Und wie Artem dem Weltmeister in der letzten Runde ein paar Kopftreffer eingeschenkt hat, das war schon beeindruckend", befand Coach Schiemann.

So sollte Harutyunyan gute Karten im Duell mit David Müller haben, den er im DM-Finale im Dezember in Leipzig klar mit 14:9 nach Punkten bezwungen hatte.

Den aktuellen deutschen Meister sozusagen vom Thron schubsen müsste Arayk Marutjan. Weil er als deutscher Meister 2011 (da noch im Halbwelter) bei der DM 2012 gesundheitlich gehandicapt war, bekommt der Weltergewichtler jetzt in Halle noch einmal eine Chance, sich zu beweisen. Schwer wird das gegen Wojcicki in jedem Fall. Auch wenn sich beide gar nicht gegenüberstehen sollten.

Denn die Arithmetik ist einfach. Wer von den jeweils beiden Deutschen, die sich erst im Finale treffen würden, im Turnier weiterkommt, hat die Nase vorn. "Wer in welchen Pool der Spinne kommt, wird gelost. Und auch bei allen anderen wird nichts gesetzt, sodass jeder Pech oder Glück haben, aber keiner hinterher meckern kann", erläutert Andy Schiemann.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen