FC Hansa Rostock muss um den Klassenerhalt bangen : Schwache Vorstellung – 1:3 in Halle

Der Hallenser Timo Furuholm köpft gegen Michael Blum und Johannes Brinkies das 1:0.  Links Philipp Klement. Andy Bünning
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Der Hallenser Timo Furuholm köpft gegen Michael Blum und Johannes Brinkies das 1:0. Links Philipp Klement. Andy Bünning

Der FC Hansa steckt weiterhin tief im Schlamassel und muss nach einer schwachen Vorstellung um den Klassenerhalt bangen. Gestern unterlagen die Ostseestädter bei Aufsteiger Hallescher FC sang- und klanglos mit 1:3.

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10. März 2013, 10:08 Uhr

Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock steckt weiterhin tief im Schlamassel und muss nach einer schwachen Vorstellung um den Klassenerhalt bangen. Am 29. Spieltag unterlagen die Ostseestädter gestern bei Aufsteiger Hallescher FC sang- und klanglos mit 1:3 (1:3) und rutschten auf den 13. Tabellenplatz ab. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang 18, den derzeit der SV Babelsberg 03 belegt, schmolz auf fünf Zähler zusammen.

Gäste verschlafen die Anfangsphase komplett

Hansa-Trainer Marc Fascher ließ sein Team gegenüber dem 1:0-Erfolg gegen Burghausen unverändert. Nach anfänglich einigen gefälligen Minuten der Rostocker mit Vorstößen von Zimmermann (2.) und Quaner (8.) schlugen die Gastgeber zu. Ziebig flankt zur Mitte, Blum lässt Furuholm per Kopf gewähren – 0:1 (10.). Während Plat im Gegenzug den Ausgleich verpasste (11.), schlug es wenig später zum zweiten Mal beim FCH ein. Der ehemalige Rostocker Wagefeld bringt einen Freistoß Richtung Tor, Keeper Brinkies faustet Hartmann an – 0:2 (14.).

Doch die Norddeutschen fanden zunächst eine Antwort. Eine herrliche Kombination über Leemans, Mendy und Zimmermann schloss Plat zum 1:2 (20.) ab.

Aber binnen zwei Minuten musste Hansa zwei weitere Nackenschläge einstecken. Zunächst pennt die gesamte Abwehr bei einem Ziebig-Freistoß, und Furuholm stellt auf 3:1 für den HFC (30.). Wenig später muss Haas nach einem Foul auf Höhe der Mittellinie am zweifachen Vorbereiter Ziebig mit glatt Rot vom Platz – eine sehr harte Entscheidung von Schiedsrichter Cortus.

In Unterzahl agierten die Gäste in einem 4-4-1. Plat rückte zurück ins Mittelfeld. Quaner blieb einzige Spitze. Halle agierte mit breiter Brust, während den Ostseestädtern der Rückstand mächtig in den Knochen steckte. Vor allem Blum hatte große Mühe als Linksverteidiger gegen den agilen Lindenhahn.

Fascher reagierte zur Pause, nahm den völlig indisponierten Blum und auch Klement vom Platz und brachte dafür Adamyan und Holst. Damit wurden die Rostocker insgesamt etwas stabiler, wenngleich die Hausherren in Überzahl und mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken eher auf Ballkontrolle spielten und sich in ihren Offensivaktionen zurückhielten.

Für einen negativen Höhepunkt sorgten die Gäste-Fans, als sie durch das Abbrennen von Pyrotechnik eine knapp zweiminütige Unterbrechung verursachten.

Die Mecklenburger zeigten sich bemüht, nur fehlten ihnen letztlich die nötigen Mittel, um die Partie noch einmal spannender zu machen. Sie verfügten zwar über deutlich mehr Ballbesitz, konnten sich aber in der gefährlichen Zone, sprich in Strafraum-nähe, nicht durchsetzen. Mit den teils harmlosen Hereingaben aus dem Halbfeld hatte der HFC keine Mühe.

Am Ende feierte der Aufsteiger einen verdienten Erfolg über den Zweitliga-Absteiger, weil die Truppe kämpferisch einfach mehr tat, den deutlich größeren Siegeswillen zeigte und vor allem über die nötige Durchschlagskraft im Offensivspiel verfügte. Hansa dagegen verschlief die Anfangsphase komplett und hatte große Probleme bei der Zuordnung bei Standardsituationen.


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