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Schweriner SC : Schon ein Satzgewinn wäre ein Erfolg

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Gestern vormittag begann für die Volleyballerinnen des Schweriner SC das vierte Europacup-Abenteuer dieser Saison: Mit dem Bus ging es nach Hamburg und von dort nach Mailand. Heute ab 20.30 Uhr muss der SSC antreten.

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erstellt am 23.Feb.2012 | 08:37 Uhr

Schwerin/Mailand | Gestern vormittag um 9.30 Uhr begann für die Volleyballerinnen des Schweriner SC das vierte Europacup-Abenteuer dieser Saison: Mit dem Bus ging es nach Hamburg und von dort per Direktflieger nach Mailand, wo die Mannschaft am Nachmittag pünktlich bei gutem Wetter und 14 Grad eintraf, wie uns Geschäftsstellen-Mitarbeiter Marten Banczyk informierte. Heute ab 20.30 Uhr tritt der SSC dann rund 30 Kilometer nordwestlich der norditalienischen Metropole im Viertelfinale des CEV-Pokals beim Yamamay Busto Arsizio an.

Und selten waren die Mecklenburgerinnen so krasse Außenseiterinnen wie diesmal. Busto Arsizio ist frisch gebackener italienischer Pokalsieger, Tabellenführer der Serie A, dabei in 16 Partien mit 48:9 Sätzen ungeschlagen. Im CEV-Cup setzten sich der Vorjahres-Fünfte der Meisterschaft, der der Eliteklasse erst seit 2007 angehört, bislang gegen Le Cannet/Fra (3:0/3:0), Igtisadchi Baku (3:2/3:0) und Bielsko Biala/Pol (2:3/3:1/ Golden Set 15:13) durch. Und in der Liga gab es bei Villa Cortese, dem der Schweriner SC in der Champions League zwei Mal deutlich unterlag, einen 3:1-Erfolg. Es wartet also eine echte Hammer-Aufgabe auf den deutschen Meister heute in der 5000 Zuschauer fassenden Arena PalaYamamay…

Wie wahrscheinlich es ist, dass sich der Champions-League-Absteiger aus Schwerin gegen den Top-Club vom Stiefel durchsetzt, macht die Wett-Quote klar: Ein internationaler Anbieter zahlt für jeden eingezahlten Euro 1,03 beim Sieg der Italienerinnen, ganze 7,00 hingegen für einen SSC-Erfolg. Allerdings haben sich die Schwerinerinnen in Norditalien schon einmal überaus achtbar präsentiert: 2:3 (-22, 21, -21, 17, -10) hieß es am 18. Februar 2010, ebenfalls im CEV-Viertelfinal-Hinspiel in Busto Arsizio. Nach dem 1:3 (17, -19, -24, -18) acht Tage später im Rückspiel vor über 3000 Zuschauern in Schwerin war dann der europäische Wettbewerb für den SSC beendet, die Italienerinnen holten am Ende den Pokal.

Die Videos von diesen Begegnungen dürften Schwerins Trainer Teun Buijs allerdings nicht wirklich bei der Vorbereitung der erneuten Vergleiche helfen: Aus dem damaligen 12er Kader ist heute nur noch die Tschechin Helena Havelkova im Aufgebot der Italienerinnen.

Dennoch sieht Buijs durchaus Chancen, dass der SSC die nächste Runde erreicht. "Natürlich ist Busto Arsizio noch stärker als Cortese. Aber selbst bei einer Auswärtsniederlage ist im Heimspiel für uns noch alles drin", sagte er. Sollte jede Mannschaft eine Partie gewinnen, würde am kommenden Dienstag (19 Uhr) in der heimischen Arena der gefürchtete "Golden Set" über den Gesamterfolg entscheiden.

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