Schlitte: Hansa als Chance

Kevin Schlitte
Kevin Schlitte

Kevin Schlitte hätte Erstliga-Spieler sein können, verzichtete durch seinen Wechsel von Aufsteiger SC Freiburg zum FC Hansa jedoch auf die Beletage des deutschen Fußballs. In der Hansestadt sieht der 27-Jährige für sich persönlich die bessere Perspektive.

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10. Juli 2009, 07:45 Uhr

Rostock | Einen ungewöhnlichen Weg ging Kevin Schlitte vor dieser Spielzeit. Der 27-Jährige verzichtete auf das Abenteuer 1. Fußball-Bundesliga, wechselte vom Aufsteiger SC Freiburg zum FC Hansa Rostock und bleibt damit in der 2. Liga. Was der Mittelfeldmann aber nicht als Karriereknick ansieht. "Ich hatte in Freiburg ein Gespräch mit dem Trainer, wo mir gesagt wurde, dass ich zwar eine Chance habe, aber die Aussicht, dass ich spielen kann, gering ist. Daher habe ich mich für eine neue Herausforderung entschieden. Hier sehe ich die Möglichkeit, dass ich wieder mehr Spielpraxis bekomme. Zudem bin ich auch ein Stückchen näher an zu Hause. Das ist natürlich auch schön", so der in Haldensleben (Sachsen-Anhalt) geborene Rechtsfuß.

Den Traum von der 1. Liga hat er aber noch nicht aufgegeben: "Ganz abgehakt ist das natürlich nicht. Jeder hat doch die Bundesliga im Fokus. Jetzt geht es aber zunächst darum, bei Hansa Stammspieler zu werden und eine bessere Saison als im Vorjahr zu absolvieren. Das will hier doch keiner mehr erleben. Wir wollen guten und erfolgreichen Fußball bieten, damit die Zuschauer wieder gerne ins Stadion kommen. In Zukunft können wir dann vielleicht mal wieder nach oben schielen."

In der Hansestadt soll Schlitte den Topscorer der vergangenen Saison Kevin Schindler (fünf Treffer sowie elf Vorlagen), der mittlerweile von Werder Bremen an Rostocks Ligakonkurrent FC Augsburg ausgeliehen wurde, ersetzen. Besonderen Druck verspürt er deswegen aber nicht. "Den mache ich mir selber. Es herrscht ein offener Konkurrenzkampf. Man muss in jedem Training 100 Prozent geben. Ich möchte so viele Spiele wie möglich machen, und wenn ich rechts offensiv aufgeboten werde, versuche ich mich auch mit Toren und Vorlagen einzubringen", erklärt Schlitte, der für sich und seine Familie (Freundin Jennifer und Sohn Vincent) bereits ein Haus vor den Toren von Rostock gefunden hat.

Die Rostocker haben Oliver Schröder verpflichtet. Der Defensivmann hinterließ im mehrtägigen Probetraining einen guten Eindruck und unterschrieb gestern einen Vertrag bis zum 30. Juni 2011. Schröder, dessen Kontrakt beim VfL Bochum ausgelaufen war, wechselt ablösefrei in die Hansestadt. Der 29-Jährige absolvierte bislang 115 Erstligapartien für den 1. FC Köln, Hertha BSC Berlin sowie Bochum.

Nach einer Laufeinheit heute im Wald (10 Uhr) unternehmen die Rostocker am Nachmittag eine teambildende Maßnahme. Dazu reist der Hansa-Tross nach Körkwitz (bei Ribnitz-Damgarten) und wird nach einem Mittagessen neben Beachvolleyball spielen auch Wasserski fahren.

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