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Duell ums Tor neu entfacht : Rotation im Hansa-Kasten

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Ungewöhnlich ist die Situation derzeit bei den Torleuten des FC Hansa. Wenn die Ostseestädter am Sonnabend im Landespokal antreten, wird zum fünften Mal in Folge ein anderer Keeper zwischen den Pfosten beginnen.

svz.de von
erstellt am 08.Okt.2012 | 07:44 Uhr

Rostock | Ungewöhnlich ist die Situation in diesen Wochen bei den Torleuten des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock. Wenn die Ostseestädter am kommenden Sonnabend im Landespokal beim Regionalligisten Torgelower SV Greif auf Herz und Nieren geprüft werden, wird zum fünften Mal in Folge ein anderer Keeper zwischen den Pfosten beginnen.

Diesmal wird es wohl Jörg Hahnel sein. Zum einen war FCH-Coach Marc Fascher aufgrund der Verletzungen von Kevin Müller (lädiertes Sprunggelenk) und jüngst auch Johannes Brinkies (Oberschenkel-Zerrung) ohnehin zum abermaligen Tauschen gezwungen. Andererseits kamen die Wechsel Hahnel für Brinkies (gegen Osnabrück) sowie Brinkies für Hahnel (zuletzt in Bielefeld) doch ein bisschen überraschend.

"Der Trainer hatte es ja offen gelassen. Also musste ich mit allem rechnen", sagte "Jockel", der am vergangenen Sonnabend bei der Arminia zunächst wieder mit dem Platz auf der Bank vorlieb nehmen musste, nach der Verletzung von Brinkies in der 72. Minute jedoch aufs Feld kam und mit einer tollen Doppelparade schließlich sogar noch zum Matchwinner avancierte.

"Wir hatten beide gut trainiert und zeigten eine ordentliche Leistung. Ich denke, dass man sich keine großen Sorgen machen muss, wer im Tor steht. Ich denke, dass man bei allen zu 99 Prozent eine gute Leistung erwarten kann", so Hahnel weiter. Wer jetzt aber die Nummer eins beim FC Hansa Rostock ist, vermochte auch der 30-Jährige nicht zu sagen.

Kurios: Bislang erst einmal seit der politischen Wende waren beim FCH drei Torhüter während einer Saison zum Einsatz gekommen. Im Spieljahr 2001/02 verletzte sich zunächst Mathias Schober (22 Einsätze) bei einem gehaltenen Elfmeter gegen Freiburg an der Schulter. Für ihn sprang Perry Bräutigam (6) in die Bresche. Der damals 38-jährige Thüringer sah allerdings ein paar Runden später in der Auswärtspartie beim 1. FC Köln wegen eines Handspiels außerhalb des Strafraums die Rote Karte. Das wiederum war dann die Chance für Daniel Klewer (8).

Marc Fascher hatte jüngst den Dreikampf der aktuellen Saison für eröffnet erklärt. Es bleibt abzuwarten, auf wen der 44-Jährige in der Zukunft setzen wird. Eine Konstellation, wie sie in dieser Saison der Regionalligist VfB Auerbach praktiziert und bei der die Keeper Markus Dölz und Oliver Dix jeweils immer zwei Partien im Wechsel zwischen den Pfosten stehen, dürfte es wohl eher nicht geben.

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