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Röwer: Sieger kommt aus Mecklenburg-Vorpommen!

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erstellt am 24.Okt.2010 | 06:50 Uhr

Güstrow | Die Vorbereitung von IBF-Weltmeister Sebastian Sylvester neigt sich dem Ende zu. Am 30. Oktober wird der Mittelgewichtler gegen den Hamburger Mahir Oral, derzeit die Nr. 10 der IBF-Weltrangliste, in der Stadthalle Rostock in den Ring steigen.

Wie sich der Titelverteidiger aus Greifswald in der Vorbereitung auf das "Box-Nord-Derby" um den WM-Gürtel geschlagen hat, verrät sein Trainer Karsten Röwer im Gespräch mit Frank Bleydorn.

Herr Röwer, welche Erkenntnisse haben Sie aus dem letzten Kampf von Sylvester gegen Roman Karmazin ziehen können?

Karsten Röwer: Im letzten Kampf konnte Sebastian nach hinten heraus nicht mehr zulegen. Er hatte in der Vorbereitung zu viel Substanz gelassen, weil er kurzfristig zu viel Gewicht machen musste. Diesmal fing er früher damit an und ging somit viel leichter in die Sparringsphase. Das hat sich positiv bemerkbar gemacht.

Gab es weitere Dinge, die verändert wurden?

Ja, schon. Doch die meisten Sachen hingen mit dem Gewicht zusammen. Sebastian hat sehr stark auf die Ernährung geachtet. Morgens hat er gut gegessen. Mittags gab es immer sehr viel Eiweiß. An den Abenden hielt er sich zurück. Darüber hinaus habe ich versucht, im Training ein paar neue Akzente zu setzen. Das kam bei den Läufen und beim Gerätetraining zum Tragen. Aber das waren nur Kleinigkeiten. Grundsätzlich gibt es ja auch keine Notwendigkeit, die bisherigen Methoden in Frage zu stellen. Schließlich ist Sebastian Weltmeister.

Sie haben angekündigt, dass der Kampf ihres Schützlings gegen Mahir Oral sehr spektakulär verlaufen wird. Warum?

Wer die letzten Kämpfe von Mahir Oral gesehen hat - zum Beispiel im letzten Jahr gegen Arthur Abraham - weiß, dass er ein riesiges Kämpferherz hat. Er ist in der Lage, ein hohes Tempo zu gehen, agiert mit hoher Schlagfrequenz und kann dazu eine Menge einstecken. Er wird mit aller Macht versuchen, zu gewinnen. Sebastian ist ebenfalls in einer sehr guten Verfassung. Dennoch wird es ein hartes Stück Arbeit.

Am 16. Oktober waren Sie gemeinsam mit Sebastian Sylvester bei den Kickern von Hansa Rostock zu Gast. Mögen Sie Fußball?

Fußball ist quasi mein zweites Hobby. Und natürlich bin ich Hansa-Fan. Und das Daumendrücken hat ja auch geholfen, schließlich hat Hansa mit 2:1 gegen Heidenheim gewonnen. Nicht so gut lief es am Mittwoch. Da waren wir beim Handball-Pokalspiel zwischen dem HC Empor Rostock und dem am Ende mit 46:21 siegenden HSV Hamburg.

Doch am 30. Oktober gegen den Hamburger Mahir Oral wird das anders laufen. Beim "Box-Nord-Derby" wird der Sieger aus Mecklenburg-Vorpommern kommen!

Den größten Teil der Vorbereitung absolvierten Sie mit Ihrem Schützling wieder einmal in Güstrow. Das war schon vor den letzten Kämpfen so. Wäre da nicht ein wenig mehr Abwechslung angebracht?

Nein, ganz und gar nicht. Wir haben in der Sportschule Güstrow alles, was wir brauchen und fühlen uns sehr wohl. Es kommt ja nicht darauf an, dass man viel Abwechslung hat. Es kommt darauf an, vernünftig zu trainieren. Darüber hinaus ist Güstrow nicht weit von Rostock entfernt.

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