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24. November 2017 | 05:07 Uhr

Robert Wetzel vernagelt seinen Kasten

vom

svz.de von
erstellt am 24.Feb.2013 | 08:45 Uhr

Eisenach | So sehen Sieger aus - zehn Sekunden vor Ultimo erzielt René Gruszka das 29:27. Feldspieler und Akteure auf der Auswechselbank reißen die Arme hoch. Die mitgereisten Fans skandieren "Auswärtssieg". Schlusspfiff der badischen Unparteiischen: ThSV Eisenach - HC Empor Rostock 28:29 - steht an der Anzeigetafel der Werner-Aßmann-Halle.

Die Hansestädter landeten am Sonnabend den dritten Rückrunden-Sieg in Folge - und dies erneut bei einem Aufstiegskandidaten. "Der Hattrick und nun Platz zehn mit 20:22 Punkten waren ein Tag nach meinem 27. Geburtstag ein schönes nachträgliches Geschenk", sagte Vyron Papadopoulos. Der Grieche hatte an dem Auswärtssieg mit sechs Toren eine nicht unerhebliche Aktie. Den "Todesstoß" hatte er den Thüringern 2:17 Minuten vor dem Ende versetzt. Roman Becvar zog gekonnt zwei Gegenspieler auf sich und legte dann mit Rückhand auf den Linksaußen ab. Papadopoulos blieb cool und netzte überlegt ein.

Dethloff warnt: "Jetzt bloß nicht übermütig werden"

Eisenach war nach eigener 27:26-Führung (56.) und dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Christoph Wischniewski stehend k.o. "Nun dürfen wir aber nicht übermütig werden. Mittelfeld ist schön, doch nach unten sind es bei der Ausgeglichenheit der 2. Handball-Bundesliga auch nur vier Zähler. Wir werden weiter hart an uns arbeiten. Es war in den 60 Minuten auch nicht alles Gold, was da so glänzte", meinte der sich wie Sasa Todosijevic - Trainingsausfall nach Infekt - trotz Kniebeschwerden in den Dienst der Mannschaft stellende Kapitän Jens Dethloff.

Reserven waren in der Wurfeffektivität und bei der Umstellung der 4:2-Deckung auf ein zwischenzeitliches 6:0 zu erkennen. Für Trainer Dr. Rastislav Trtik war die Partie ein Wechselbad der Gefühle. Vieles glich der achtstündigen Anreise seiner Mannen. Stop and Go wechselten sich ab: 7:10 (18.), 11:11 (21.), 12:17 (30.), 17:19 (36.), 22:22 (45.). Immer wieder griff der Tscheche korrigierend ein. So mit dem Einsatz von Keeper Robert Wetzel ab der 23. Minute für den gewiss nicht schlecht haltenden Jan Kominek. "Robert war sofort da, gab der Defensive noch mehr Halt", sagte Trtik. Zwölf teils hundertprozentige Chancen entschärfte der 22-Jährige. Wenn ein Spieler des Tages gekürt worden wäre, er hieße Robert Wetzel. Er war auch der Turm in der Schlacht, als es in der Schlussphase um alles oder nichts ging. 22:25 stand es in der 50. Minute. Eisenach deckte offensiver, der HCE geriet beim 25:25 (53.) und 26:27 (56.) noch mal mächtig ins Wanken. Doch erneut parierte der Schlussmann, und seine Vorderleute stellten mit einem Dreierpack zum 29:27 die Weichen auf Auswärtssieg.

Eisenach: Gorobtschuk, Musil - Trautvetter 4, Sklenak 5, Wöhler 2, Jonsson 2, Luther 2, Miljak 1, Kaluzinski, Hansen 2, Schiffner 2, Heinemann 5/5, Lilienfelds 3, Koloper

Rostock: Kominek, R. Wetzel - Becvar 3, Dethloff, Gruszka 7/2, Flödl 1, T. Wetzel 8/3, Papadopoulos 6, Todosijevic 1, Wischniewski 1, Zemlin 2, nicht einges.: Langhans, Höwt, Sadewasser

Siebenmeter: Eisenach 5/5, HCE 5/5. Strafminuten: Eisenach 6, HCE 4. Schiedsrichter: Moles/Pittner (Heddesheim/Hemsbach). Zuschauer: 1750

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