Volleyballerinnen des Schweriner SC : Riesige Freude auf das Pokal-Spektakel

<fettakgl>Voller Vorfreude und Optimismus</fettakgl> machten sich gestern die SSC-Volleyballerinnen auf den Weg zur Pokal-Titelverteidigung nach Halle/Westfalen. <foto>Reinhard Klawitter</foto>
Voller Vorfreude und Optimismus machten sich gestern die SSC-Volleyballerinnen auf den Weg zur Pokal-Titelverteidigung nach Halle/Westfalen. Reinhard Klawitter

Sonntag Abend wollen die Mädels des Schweriner SC ein Dutzend Kilo Glockenbronze in die Höhe stemmen. Alles ist seit Wochen auf diesen Moment, die Titelverteidigung im DVV-Pokal gegen den VC Wiesbaden, ausgerichtet.

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02. März 2013, 03:23 Uhr

Schwerin | Zwölf Kilogramm schwer, 50 Zentimeter groß und aus Glockenbronze: Maße und Gewicht, die die Volleyballerinnen des Schweriner SC bestens kennen. Und genau dieses Dutzend Kilo wollen die Mädels morgen gegen Abend wieder in die Höhe stemmen. Denn alles ist seit Wochen auf die Titelverteidigung im DVV-Pokal morgen ab 13 Uhr im Gerry-Weber-Stadion gegen den VC Wiesbaden ausgerichtet.

Worte fielen in der Vergangenheit genug, nun sollen die Taten folgen. Um 16.15 Uhr packte der Titelverteidiger seine Taschen, Massagebank, Arztkoffer, Kopfkissen etc. in den Bus. "Es ist alles gesagt, es wird Zeit, dass es losgeht", meinte Trainer Teun Buijs gestern vor der Abreise. Und seine Spielerinnen selbst freuen sich nur noch unbändig auf das große Pokal-Spektakel im ostwestfälischen Halle. "Schön, dass es soweit ist. Aber es ist ja nicht so, dass wir in den vergangenen Wochen nichts zu tun gehabt hätten", bemerkte schmunzelnd Außenangreiferin Janine Völker. Zuspielerin Denise "Nisi" Hanke ganz relaxed: "Jetzt fahren wir erst einmal in aller Ruhe nach Halle." Wohlwissend, dass die Erwartungen zuletzt ins Unermessliche gestiegen sind, gerade nach dem souveränen 3:0-Erfolg am vergangenen Samstag in Wiesbaden. Nicht nur bei der großen Anhängerschar, die mit einer Stärke von über 1000 Leuten ihre Mannschaft im eigentlichen deutschen Tennis-Tempel anfeuern wird, sondern auch bei den Spielerinnen.

Somit reisten die SSC-Damen gestern natürlich mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein nach Halle. "Ich glaube, wenn wir gut spielen, dann sind wir besser und das wollen wir auch beweisen", sagt Diagonalangreiferin Lucia Hatinova, die am Donnerstag ihren 29. Geburtstag feierte (wir berichteten). Teun Buijs will nicht allzuviel von Vorschusslorbeeren hören und hält den Ball flach: "Es kann alles total anders werden. Es ist für mich ein neues Spiel. Da geht es nur um die Taktik." Und da zeigt sich der Niederländer seit seinem Amtsantritt im Sommer 2011 als ausgewiesener Fuchs - hat etliche Varianten auf Lager -, und das sicher auch morgen. "Die Mannschaft ist gut drauf. Alle Spielerinnen sind topfit und auch mental auf diese Atmosphäre gut vorbereitet", sagt der am vergangenen Sonntag 53 Jahre alt gewordene Coach.

Ein nicht zu unterschätzender Faktor werden auch die Bedingungen im Stadion sein. "Wir kennen die schon, müssen uns nicht mehr so extrem darauf einstellen. Zum einen fliegen die Bälle - sagen wir mal frei heraus bei dem Wind - da ganz anders. Zum anderen wird es darauf ankommen, wer am besten mit der Atmosphäre umgehen und befreit aufspielen kann", meint "Nisi".

Bei allem Tritt auf die Euphorie-Bremse seitens der SSC-Volleyballerinnen können sie es kaum mehr erwarten, dass es losgeht. Und sie freuen sich auf die riesige Kulisse und mit ihren fantastischen Fans. Die legten sich diesmal besonders ins Zeug. 2012 feuerten rund 650 Schweriner ihr Team an. Die Begeisterung war noch Wochen später zu hören, nach dem Motto: Wer da nicht dabei war, der hat etwas verpasst. Das ließen sich viele nicht zweimal sagen und so kommt die Rekordteilnehmerzahl von über 1000 Anhängern aus MV zustande. "Ich habe letztes Jahr gedacht, als wir am Sonntagmorgen noch in der Halle trainiert haben, ,oh, heute Mittag soll das hier alles voll sein.’ Es war einfach super", erinnert sich Außenangreiferin Anne Buijs, die sich sehr gut and ie mit 11000 Zuschauern proppenvolle Arena erinnert. Damals wie auch morgen dürfen selbstverständlich auch die beiden obersten Fans nicht fehlen: MV-Ministerpräsident Erwin Sellering und Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow, die bereits vor Jahresfrist inmitten der "gelben Wand" saßen, wie der SSC-Fanblock weit über die MV-Grenzen hinaus betitelt wird. Wer nicht vor Ort dabei sein kann, hat die Möglichkeit, den Pokalfight live im Internet unter DVL-live.tv zu verfolgen.

Rollen im Männerfinale nicht so klar verteilt

Nach dem Frauenfinale kämpfen noch die Männer um den Pott. Dort sind die Rollen im Vorfeld nicht ganz so klar verteilt, wenn Generali Haching auf den Moerser SC trifft. Für die Bayern, die den Pokal 2009 und 2010 gewonnen hatten, ist es der fünfte Final-Einzug in Serie. Moers ist seit 2006 zum vierten Mal im Gerry-Weber-Stadion dabei. Doch geholt haben die Rheinländer diesen dort noch nicht.

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