SV Post Schwerin : Riesen-Aufgabe in Hildesheim

Ein Wiedersehen gibt es morgen mit Dinos Chantziaras. Dietmar Albrecht
Ein Wiedersehen gibt es morgen mit Dinos Chantziaras. Dietmar Albrecht

Sein drittes Saisonspiel führt den Handball-Zweitligisten Post Schwerin zu Eintracht Hildesheim. Anwurf ist heute um 17 Uhr. Ohne Zweifel erwartet die Mecklenburger eine anspruchsvolle Aufgabe.

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16. September 2012, 01:01 Uhr

Schwerin | Sein drittes Saisonspiel führt den Handball-Zweitligisten Post Schwerin zu Eintracht Hildesheim. Anwurf in der mit 2400 Sitzplätzen ausgestatteten Arena ist morgen um 17 Uhr. Ohne Zweifel erwartet die Mecklenburger eine anspruchsvolle Aufgabe, denn der Erstligaabsteiger hat sich den sofortigen Wiederaufstieg auf die Fahnen geschrieben.

Hierzu haben die Eintrachtler einen 21 (!) Akteure umfassenden Spielerkader unter Vertrag. Dagegen nimmt sich das aktuelle Post-Aufgebot mit 10 Spielern und zwei Torwarten gerade zu bescheiden aus.

So bleiben zum Beispiel Post-Trainer Christian Prokop wegen der Langzeitausfälle von Pasqual Tovornik (Hüftverletzung) und Ingo Heinze (Reha) sowie der eigentlich nicht geplanten "Abwanderungen" von Sven Thormann nach Rostock und "Dinos" Chantziaras nach Hildesheim ganze drei ausgebildete Rückraumleute. "Das ist schon im Training kontraproduktiv. Wie sollen sich unsere Torwarte im Wettkampf auf kernige Fernwürfe einstellen, wenn das im täglichen Übungsbetrieb ausbleibt", hinterfragt der Post-Coach. "Nur Janis Helmdach und Moritz Weltgen können das, denn auch der dritte Aufbauspieler Johannes Prothmann ist ja kein wirklicher Shooter."

Trotz aller damit verbundenen Unwägbarkeiten sieht Prokop dem Kräftemessen in Hildesheim mit Freude entgegen. "Es macht Spaß, in dieser Arena zu spielen. Allerdings muss man sehr aufpassen, nicht unter die Räder zu kommen. Obwohl Rostock über eine starke Mannschaft verfügt, sind sie dort mit 25:36 eingebrochen", führt er als Beispiel an.

Schon deshalb ist die gesamte Taktik darauf ausgerichtet, nicht in ähnliches Fahrwasser zu geraten "Für uns führt der Schlüssel zum Erfolg in erster Linie über eine gut funktionierende Abwehr. Dabei muss das Zusammenspiel zwischen Spielern und unseren Torwarten sehr gut klappen. Auf dem Weg nach vorn erwarte ich von meiner Mannschaft ein intelligentes und druckvolles Spiel. Auf keinen Fall dürfen wir gegen den konterstarken Gegner Ungeduld an den Tag legen. Nur so können wir in Hildesheim gegenhalten und den Favoriten vielleicht lange Zeit ärgern", gibt Prokop vor.

Dem Aufeinandertreffen mit Ex-Postler Chantziaras, der kurz vor dem Saisonstart die Schweriner auf eigenen Wunsch verlassen hatte und bei der Eintracht einen Dreijahres-Vertrag unterzeichnete, sieht Prokop mit gemischten Gefühlen entgegen. "Es ist schon komisch, wenn man noch vor kurzem zusammengearbeitet hat. Aber mit seinem direkten Gegenüber Janis Helmdach gab es noch nicht so lange Bande. Wir werden sehen, wie es ausgeht."

"Dinos" freut sich auf das Wiedersehen. "Wir haben zusammen einige Erfolge gefeiert. Auch deshalb werde ich Post immer in guter Erinnerung behalten", sagte der Grieche.


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