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Schweriner SC gewinnt erstes Finale : "Richtig Lust auf die weiteren Spiele"

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Vor 1771 Zuschauern in der heimischen Arena hat der Titelverteidiger Schweriner SC am Sonnabend das Auftaktspiel der Finalserie um die Volleyballmeisterschaft gegen den Dresdner SC mit 3:1 gewonnen.

svz.de von
erstellt am 28.Apr.2013 | 06:09 Uhr

Schwerin | "Ich denke wir haben jetzt einen mentalen Vorteil. Es fühlt sich gut an mit dem Sieg", freute sich Schwerins Janine Völker. Minutenlang feierten die SSC-Volleyball-Anhänger am Samstagabend ihre Mannschaft. Diese hatte zuvor im ersten Gipfeltreffen in der Serie "Best of five" um die deutsche Meisterschft den Dresdner SC in die Schranken gewiesen. Nach 95 Minuten gewann der Titelverteidiger vor 1771 Zuschauern in der heimischen Arena am Ende souverän 3:1 (15, -16, 21, 17). "Es war okay, aber wir haben nicht ganz so gespielt, wie wir uns das vorgenommen hatten", meinte SSC-Zuspielerin Denise Hanke. Und ihr Trainer Teun Buijs merkte an: "Es war seit über einer Woche das erste Spiel für uns. Wir haben ein bisschen weniger Rhythmus. Ein paar kleine Sachen müssen wir noch verbessern." Dieses Vorhaben können die Schwerinerinnen schon am Mittwoch um 17.30 Uhr im zweiten Vergleich in Dresden in die Tat umsetzen. Mittelblockerin Anja Brandt, der eigentlich die Serie "Best of five" ein "bisschen zu viel" ist, lachte nach dem Sieg und meinte: "Ich habe jetzt richtig Lust auf die weiteren Spiele." Zwei sind es garantiert noch.

Zwar starteten die Gastgeberinnen mit einigen Problemen in der Annahme und lagen schnell mit 1:4 hinten. Aber sie wurden immer sicherer und fanden ins Spiel. Mit wuchtigen Aufschlägen setzten sie Dresden so unter Druck, dass den Gästen im Angriff nicht sehr viel einfiel. Besonders ist da nach dem 10:8 für Schwerin die Aufschlagserie von Denise Hanke zu erwähnen. Der SSC nahm richtig Fahrt im Angriff auf. Ob nun Lousi Souza Ziegler oder Anne Buijs, die beiden waren auf Außen von Dresden nicht mehr zu stoppen. Schnell ging es bis zum 18:12. Da wechselte der Coach Janine Völker für Lucia Hatinova ein, die da eigentlich zum Aufschlag sollte. Dass Janine aufschlagen kann, ist in der Liga bekannt und schon stand es 22:12. Lousi war es vorbehalten den zweiten Satzball zu verwandeln.

Lousi Souza Ziegler im Angriff eine Macht

Die Brasilianerin erhielt von DSC-Coach Alexander Waibl auch die Medaille für die wertvollste SSC-Spielerin. Die gebürtige Brasilianerin hatte eine sagenhafte Angriffsquote von 55 Prozent. Und auch in der Annahme leistete sie Schwerstarbeit. Die Dresdnerinnen hatten sich auf die 27-Jährige eingeschossen, wollten sie müde spielen, damit sie dann im Angriff nicht mehr so wirkungsvoll agieren könnte. Aber Lousi hielt dagegen, wie sie nur konnte.

Genauso aber auch die Gäste im zweiten Satz. Sie standen auf einmal auf wie Phönix aus der Asche. "Mir war schon klar, dass von Dresden noch was kommt", so Janine Völker. Jetzt drehte der DSC den Spieß um, setzte Schwerin mit starken Aufschlägen unter Druck und prompt lief dieser Durchgang gegen den SSC.

Aber die Buijs-Schützlinge ließen sich davon nicht beeindrucken. Wenn es drauf ankommt, ist der Meister voll da. "Für uns war der dritte Satz wichtig, wie wir da auch gekämpft haben", so Teun Buijs. Dieser Abschnitt war der spannendste an diesem Abend. Selbst eine 13:8- oder 17:12-Führung für Schwerin gab nicht die große Sicherheit und beim 21:20 für den Titelverteidiger war Dresden dran. Doch die SSC-Damen haben eben diese Qualität, sich aus diesen engen Situationen herauszuspielen. Mit gutem Auge machte Anne Buijs die folgenden zwei Punkte. Die Niederländerin hatte sich diesmal ihre Fingernägel nicht gelb-blau in den SSC-Vereinsfarben lackiert, sondern orange - ganz heimatverbunden. Denn Prinz Willem Alexander, der morgen Hollands Krone von seiner Mutter Beatrix übernimmt, hatte am Sonnabend Geburtstag.

Am Ende wieder eine Demonstration der Stärke

Der vierte Satz war dann von Beginn an wieder eine Demonstration der Stärke auf Seiten des SSC. Es klappte nahezu fast alles. Wie schon im dritten packte auch in diesem Durchgang der Block zu. Gelang dem SSC in den ersten beiden Sätzen gerade mal ein Pünktchen im Block waren es in den beiden darauffolgenden insgesamt noch elf weitere. Dresden hingegen hatte in diesem Bereich fast nichts zu bieten. Drei Zähler in den ersten beiden Sätzen, insgesamt fünf. Auch da war der entscheidende Unterschied auszumachen.

"Glückwunsch an Schwerin. Der dritte Satz war der Knackpunkt. Wir haben unsere Möglichkeiten nicht konsequent genutzt. In dieser Serie ist alles möglich", sagte DSC-Trainer Waibl und schickte indirekt noch eine Kampfansage hinterher: "Ich glaube nicht, dass eine Mannschaft mit drei Spielen rausgeht."

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