FC Hansa gegen Karlsruher SC : Revanche am Scheideweg

Am Scheideweg: Nach der 0:3-Hinspielpleite gegen den KSC ging es für Hansas Michael Blum, Nils Quaschner, Tom Weilandt und Matthias Holst  (v. l.) bergab. Heute steht die Revanche an. Georg Scharnweber
Am Scheideweg: Nach der 0:3-Hinspielpleite gegen den KSC ging es für Hansas Michael Blum, Nils Quaschner, Tom Weilandt und Matthias Holst (v. l.) bergab. Heute steht die Revanche an. Georg Scharnweber

Um 13.30 Uhr ist heute Anpfiff: Dann spielt der FC Hansa Rostock gegen den Karlsruher SC. "Das wird für uns eine Herkules-Aufgabe", sagt Hansa-Trainer Marc Fascher. Karlsruhe kämpft um den Aufstieg.

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10. Mai 2013, 07:48 Uhr

Rostock | Es ist gerade sechs Monate her, da standen zwei Zweitliga-Absteiger am Scheideweg: Am 18. Spieltag der 3. Fußball-Liga empfing der FC Hansa den punktgleichen Karlsruher SC (28). Die Rostocker hatten unter Neu-Trainer Marc Fascher eine vielversprechende Serie von sechs Siegen und einem Remis aus neun Partien gestartet. Auch der KSC schickte sich nach einem katastrophalen Saisonstart an, oben anzugreifen. Das Ergebnis ist bekannt: Die Gäste siegten mit 3:0 und blieben in den folgenden 13 Partien ungeschlagen. Für die Ostseestädter war die Niederlage dagegen der Beginn einer beispiellosen Talfahrt.

Heute (13.30 Uhr, Wildparkstadion) stehen die Karlsruher im Spiel gegen den FC Hansa erneut am Scheideweg - zurück Richtung 2. Bundesliga.

"Für mich ist es keine Überraschung, dass die Karlsruher da oben stehen. Sie haben eine super Truppe zusammen und richtig Qualität in ihren Reihen", lobte der scheidende Hansa-Trainer Marc Fascher den Kontrahenten. Angesichts der klaren sportlichen Vorzeichen blieb dem 44-Jährigen nichts anderes übrig, als den Gastgebern die Favoritenrolle zuzuschieben. "Das wird für uns eine Herkules-Aufgabe. Dennoch freue ich mich auf das Spiel vor ausverkauftem Haus. Da habe ich richtig Bock drauf. Jetzt können die Jungs mal zeigen, was für Höllenhunde sie sind", forderte Fascher die Revanche.

Ob diese Botschaft bei seiner Truppe, die noch immer nicht den Klassenerhalt sicher hat, angekommen ist, wird sich zeigen. Außenverteidiger Ben Zolinski: "Wir können es packen, brauchen uns auch beim KSC nicht zu verstecken."

Kapitän Pelzer bleibt, Holst muss gehen

Diese Nachricht hatte sich angedeutet: Am Dienstagmittag wurde Matthias Holst darüber informiert, dass der FC Hansa nicht mehr mit ihm für die kommende Saison plant. "Ich hatte zwar damit gerechnet, aber insgeheim gehofft, dass es anders kommt", sagte der Abwehrchef, der in zwei Jahren 23 Zweitliga- und 33 Drittligaspiele für die Rostocker bestritt und als Identifikationsfigur galt. "Ich hätte gerne bei Hansa meine Laufbahn beendet. Nun muss sich mein Berater kümmern", so der 30-Jährige, der dennoch für heute ankündigt: "Ich kann nicht im zweiten Gang fahren, lasse die Mannschaft nicht hängen." Auch bei On drej Smetana, Michael Blum, Julien Humbert und Emil Rilke stehen die Zeichen auf Abschied. Dagegen hat Kapitän Sebastian Pelzer um zwei weitere Jahre bis zum 30. Juni 2015 verlängert.

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