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Aus dem Trainingslager des FC Hansa Rostock in Binz : Rausch will zeigen, was er kann

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Müde sahen sie aus, die Kicker des FC Hansa, als sie gestern den durchweichten Rasenplatz in Binz betraten. Den Profis steckte an Tag drei des Trainingslagers nicht nur das Testspiel vom Vorabend in den Knochen.

svz.de von
erstellt am 04.Jul.2013 | 07:03 Uhr

Binz | Müde sahen sie aus, die Kicker des FC Hansa, als sie gestern Vormittag den durchweichten Rasenplatz des 1. FC Binz betraten. Den Drittliga-Profis steckte an Tag drei des Trainingslagers auf der Insel Rügen nicht nur das Testspiel vom Vorabend gegen den heimischen Landesligisten (6:0-Sieg) in den Knochen. Auch der neuerliche Strandlauf in den frühen Morgenstunden zehrte an den Kräften der Kicker. "Komisch, irgendwie wurde gar nicht mehr untereinander geredet", scherzte Trainer Andreas Bergmann, der gegen 16 Uhr die dritte Einheit ansetzte. "Bei den Übungen mit wenigen Ballkontakten und schnellem Umkehrspiel ist viel Aufmerksamkeit gefordert. Das kann auch schlauchen. Man merkt: Die Jungs sind müde", sagte der 54-Jährige.

Einer, der sich in diesen Tagen besonders reinhängt, ist Maximilian Rausch. Der 23-Jährige gehört eigentlich dem Kader der zweiten Mannschaft des FC Hansa an und erhielt die Chance, bei den Rostocker Profis mitzutrainieren. "Das ist natürlich eine Riesen-Möglichkeit für mich, zu zeigen, was ich kann. Ich wurde von der Mannschaft super aufgenommen. Wir haben richtig Spaß zusammen", so der defensive Mittelfeldspieler.

Rausch entstammt wie auch Linksverteidiger Martin Pett (26), dem zweiten "Nachrücker" aus der Reserve, dem eigenen Hansa-Nachwuchs. Der gebürtige Warnemünder, der beim heimischen SVW das Fußball-Abc erlernte, wechselte 2004 zum FC Hansa und gehört dem Oberliga-Team von Axel Rietentiet bereits seit 2009 an. Seitdem schaffte der Linksfuß aber nie den Sprung in den Profi-Kader. Umso mehr freut er sich, jetzt unter Neutrainer Bergmann eine Chance innerhalb des Drittliga-Teams zu erhalten. "Vielleicht haue ich mich einen Tick mehr rein als sonst. Ansonsten versuche ich einfach, meine Leistung zu bringen", so Rausch.

Dies ist umso erstaunlicher, ist doch der junge Mann kein Vollprofi, muss stattdessen Fußball und Studium miteinander vereinbaren. Da er mitten in der Prüfungszeit seines BWL-Studiums steckt und am Dienstag noch eine Klausur zu schreiben hatte, reiste er erst am Mittwoch nach und versuchte sich in Training und Testspiel zu zeigen. Gravierende Unterschiede zum Amateur-Fußball hat Rausch dabei noch nicht ausgemacht. "Vom Tempo und technisch-taktisch ist vieles ähnlich. Einen großen Unterschied gibt es aber doch: Es wird auf dem Platz viel mehr kommuniziert."

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