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Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii : Raelert-Brothers erstmals gemeinsam dabei

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Die Ironman-WM auf Hawaii ist Mythos, Herausforderung und Erlebnis zugleich. Die Raelert-Brüder sind zum ersten Mal gemeinsam dabei. Andreas will im vierten Anlauf endlich die Krone. "Rookie" Michael gilt als Geheimtipp.

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erstellt am 12.Okt.2012 | 10:35 Uhr

Rostock | Die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii ist Mythos, Herausforderung und Erlebnis zugleich. Der Dreikampf mit den Naturgewalten, wie starkem Wellengang und Strömungen auf der 3860 Meter langen Schwimmstrecke im Kailua Bay, den legendären Mumuku-Winden der 180,2 Kilometer auf dem Rad in Richtung Hawi und zurück sowie die brütende Hitze und eine extreme Luftfeuchtigkeit beim abschließenden Marathon, den Gegnern und nicht zuletzt mit sich selbst, fordern den ganzen Mann.

Nicht umsonst werden die Protagonisten der 226 Kilometer die "Eisenmänner" genannt. Morgen um 6.30 Uhr Ortszeit (18.30 Uhr MESZ) ist es wieder soweit: Gesucht wird der Champion des Jahres 2012. Mit im Männer-Profifeld die Raelert-Brothers vom TC FIKO Rostock. Andreas nimmt nach Bronze 2009, 2011 sowie Silber 2010 erneut Anlauf auf den obersten Podestplatz. Sein mit 32 Jahren vier "Lenze" jüngerer Bruder ist dagegen ein so genannter Rookie - Neuling im 54-köpfigen Starterfeld auf Big Island. "Neue Besen kehren aber auch ganz gut", sagte der Hansestädter vor seiner Reise über den großen Teich.

Selbstbewusstsein zeichnet die Raelerts aus. "Aus jetziger Sicht haben wir auf unterschiedliche Art in der Vorbereitung nichts falsch gemacht", erklärt Michael, schiebt aber mit Blick auf die Konkurrenz anerkennend nach: "Die sicher auch nicht. Es wird ein heißes Rennen."

Der Ansicht ist auch Denker, Lenker, Trainer und Gold-Aspirant Andreas: "Physisch sind wir fit. Das Rennen wird im Kopf entschieden. Psychisch muss man das Letzte auf den entscheidenden Metern abrufen können. Und dafür kommen so einige in Frage."

"Iron War" - Krieg auf den drei Teilstrecken wird in Kailua-Kona erwartet. Andreas Raelert stieg im Vorjahr mit blutender, geplatzter Augenbraue und einem Veilchen aus dem Wasser. Auf Haken und Ösen werden sich die Rostocker einstellen müssen. Dazu noch auf einen weiteren Fall: Wettkampfrichter. Wie schnell die "Unparteiischen" einen Rennausgang beeinflussen können, musste Michael Raelert bei der 70.3-WM in Las Vegas erfahren. Drafting, angebliches Windschattenfahren, hieß es. Der Besuch in der Penalty-Box kostete den Titel. Wiederholung nicht ausgeschlossen beim zu erwartenden "Länderkampf" Australien gegen Deutschland um die höchste Ironman-Krone.

Wenn am frühen Sonntagmorgen gegen 3.30 Uhr MEZ - Craig Alexanders Bestzeit aus dem Vorjahr steht bei 8:03:56 Stunden - Kultmoderator Mike Reilly im Ziel auf dem Ali’i Drive den neuen Weltmeister ankündigt, dem Champ der Lorbeerkranz umgehängt wird, möge es ein Rostocker sein. Põmaika’i - viel Glück, Andreas und Michael!

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