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23. Oktober 2017 | 19:22 Uhr

Publikumsmagnet Handball-Derby

vom

svz.de von
erstellt am 17.Sep.2010 | 07:26 Uhr

Schwerin/Rostock | Der SV Post Schwerin und der HC Empor Rostock stehen sich heute Abend bereits zum 76. Mal gegenüber. Mit keiner anderen Mannschaft haben die Post-Handballer ein so langes "dienstliches Verhältnis", wie mit den Ostseestädtern.

Seit dem Aufstieg der Schweriner Handballer 1970 in die damalige DDR-Oberliga gibt es diese reizvollen Vergleiche. Und was wird in die stets heiß umkämpften Duelle nicht alles hineininterpretiert: der Kampf um die Revierherrschaft, die Mutter aller Schlachten, das Aufeinandertreffen der Erzrivalen. 48 Mal hatten die Rostocker dabei die Nase vorn, Post kam bislang auf 20 Siege, während die restlichen Partien Unentschieden endeten.

"Sicher geht es im Derby zur Sache, aber das keineswegs mit mehr unlauteren Mitteln als sonst", urteilt Post-Trainer Dirk Beuchler. Das belegt auch die Statistik hinsichtlich von Hinausstellungen und Siebenmetern, die in diesen Begegnungen nicht groß vom Durchschnitt abweicht. "Meine Jungs sind auf jeden Fall heiß auf das Spiel. Wir haben keine Ausfälle zu beklagen", äußerte Beuchler aktuell zur Situation in seiner Mannschaft.

Was die Derbys aber von "normalen" Spielen unterscheidet, ist der enorme Zuschauerzuspruch. Selbst als es im letzten Vergleich am 22. Mai 2010 (27:23 für Post) nur noch um die sprichwörtlich goldene Ananas ging, säumten 2810 Fans die Ränge der SKH. Das dürfte auch heute so sein. Deshalb der Tipp an die Zuschauer, sich die Karten im Vorverkauf zu sichern. Spielbeginn ist wegen der Fernsehpräsenz des NDR bereits um 18 Uhr.

Für den Rostocker Kapitän Jens Dethloff ist es keine alltägliche Partie: "Allein, dass wieder viele Zuschauer in der Halle sein werden, macht es schon zu einer besonderen Begegnung." Von der Papierform her gehen die Gäste als Favorit in das Duell mit dem Erzrivalen. Allerdings will "Jenner" davon nicht viel hören.

"Schaut man auf die Tabelle, könnte man es schon so sehen. Aber es sind erst drei Spieltage rum. In einem Derby ist die Platzierung sowieso egal. Wir müssen einfach von Anfang an unsere Leistung zu 100 Prozent abrufen und dann werden wir auch als Sieger vom Parkett gehen", ist sich der Rostocker Käpitän sicher.

Er warnt davor, den Kontrahenten nach seinem bislang schwachen Saisonstart - Post unterlag zu Hause gegen Potsdam 28:32 sowie in Wilhelmshaven 25:33 - zu unterschätzen: "Es kann gefährlich sein und nach hinten losgehen, wenn wir die Aufgabe zu locker sehen. Aber das wird uns nicht passieren. Wir haben gut und hart trainiert, gehen bestens vorbereitet in das Derby", sagt Jens Dethloff.

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