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Sportticker

23. August 2017 | 19:44 Uhr

Postler waren gieriger auf den Sieg

vom

Schwerin | Auf der Bank von Handball-Zweitligist Post Schwerin wurde bereits 120 Sekunden vor dem Abpfifff beim Stand von 27:23 gefeiert. Am Ende gewannen die Landeshauptstädter das 76. Mecklenburg-Derby gegen den HC Empor Rostock mit 28:24 (14:12).

"Ein absolutes Kompliment an die Mannschaft, die war von Beginn an präsent", meinte ein sichtbar erleichterter Post-Trainer Dirk Beuchler nach dem Schlusspfiff, um zugleich ein dickes Lob den über 3000 Fans in der Sport- und Kongresshalle bei diesem prestigeträchtigen Duell zu zollen: "Die Unterstützung war schon phänomenal, die Zuschauer haben bestimmt 20 Prozent Anteil an unserem Sieg!"

Dabei war der HC Empor erstmals seit 1998 wieder als Favorit angereist. Während die Ostseestädter mit 5:1-Zählern in die Saison gestartet waren, stand Schwerin nach den Auftakt-Schlappen gegen Potsdam (28:32) und in Wilhelmshaven (25:33) mächtig unter Druck. So gesehen kam das Derby zur rechten Zeit, denn da braucht keiner extra motiviert zu werden. Und mit der Premiere von Alexander Ladig, der nach 19 Jahren im Post-Trikot erstmals für den Erzrivalen auflief, hatte die Begegnung ihre zusätzliche Würze.

Es begann beiderseits nervös. Über 300 Sekunden vergingen, ehe Schwerins Rechtsaußen Danny Anclais den Torreigen eröffnete. Dann aber war zumindest der Gastgeber im Spiel (4:1/10.), Gästetrainer Holger Schneider reagierte und nahm gleich einen Doppelwechsel vor. Kapitän Jens Dethloff kam für Miroslaw Gudz und Michal Bruna für Torben Ehlers. Es fruchtete aber erst einmal nicht, Post agierte mit schnellem Passspiel über die rechte Seite. Über den Griechen "Dinos" Chantziaras und An clais kam der Ball zu Stephan Riediger am Kreis, der zum 6:2 (13.) einnetzte. Auszeit Empor…

Danach kamen die Gäste auf, bei denen Ladig beim Stand von 6:10 (19.) reinkam. Und der inzwischen 36-Jährige sorgte dann auch für den kuriosesten Treffer im Spiel zum 10:11 (25.). Post-Torwart Igor Levshin, der ab der 40. Minute für ein klares Übergewicht gegenüber seinen HCE-Kollegen Simon Herold und Oliver Schröder sorgte, hatte den Ball nicht im Blick. Schlitzohr Ladig, der ansonsten aber an alter Wirkungsstätte wie auch Sven Thormann blass blieb, erkannte es und traf aus ca. 25 Metern.

Doch bis zur Pause war der SV Post das bessere, weil bissigere Team und führte verdient bei Halbzeit (14:12). Aber nach dem 15:12 (31.) nahm sich Schwerin zehn schwache Minuten - und sah sich mit 16:19 (40.) im Hintertreffen. Empor war auf Siegkurs - und stellte sich selbst ein Bein. Neben schlechtem Überzahlspiel wurden zudem glasklare Chancen (Todosijevic, Ladig, Thormann, Bruna) liegen gelassen. Schwerin kam mit toller Moral zurück. Zudem bewies Beuchler ein gutes Händchen, in dem er beim Stand von 18:20 (44.) Johannes Prothmann für Stefan Pries brachte. Und Schwerins Nr. 7 wirbelte die Empor-Deckung durcheinander, währenddessen den Gästen nach dem 22:21 (48.) durch Bruna zur letztmaligen Rostocker Führung kein Feldtor mehr gelang. Mit einem jetzt überragenden Igor Levshin im Tor spielten sich die Postler nach dem 23:22 (53.) in einen regelrechten Rausch und gewannen auch in der Höhe verdient.

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erstellt am 20.Sep.2010 | 05:42 Uhr

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