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21. Oktober 2017 | 07:06 Uhr

Post von Potsdam vorgeführt

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erstellt am 05.Sep.2010 | 07:52 Uhr

Schwerin | Ein Spiel im Handball dauert eine Stunde. Nach 42 Minuten führte gestern Nachmittag zum Saisonstart der Schweriner Zweitliga-Handballer der Gast vom 1. VfL Potsdam im Duell der Landeshauptstädter beim Vorjahresdritten Post Schwerin in der Höhe sensationell mit 24:17. Nach dem Verlauf der Partie aber keineswegs.

Am Ende hieß es für die Gäste, die die Mecklenburger teilweise regelrecht vorführten. Dabei schmeichelt das 28:32 am Ende den Postlern noch, die fünf Minuten vor Schluss noch mit 22:29 im Hintertreffen lagen.

Beide Seiten setzten gestern Nachmittag erstmals ihre Blitztransfers ein. Bei Schwerin war es der griechische Linkshänder Konstantinos Chantziaras, der - wie berichtet - erst am Freitagabend unter Vertrag genommen wurde. Auf Potsdamer Seite ist es der ungarische Torwart Gabor Pulay, den der 1. Vfl am vergangenen Mittwoch sich aus der Insolvenzmasse von Concordia Delitzsch, im Vorjahr Fünfter der Südstaffel, holte. Während Pulay begann, blieb der Post-Neuling erst einmal auf der Bank. Für Chantziaras begann Bert Hartfiel.

Potsdam erwischte den besseren Start, führte 4:1 (8.). bzw. 6:3 (11.). Währenddessen war beim Gastgeber in der ersten Halbzeit noch spürbar Sand im Getriebe. Als erster steigerte sich dann aber Igor Levshin im Tor, der sich bis zur Halbzeitpause acht gehaltene Bälle, darunter einem Siebenmeter, und somit das Duell mit den Gäste-Keepern für sich entschied. Doch was nützte das, wenn die Abpraller gestern zumeist eine Beute der gedanklich aufgeweckteren Gäste waren.

Nach 20 Minuten kam etwas mehr Biss in der PostAbwehr, so schien es. Doch die Brrandenburger hatten auch ihren großen Innenblock mit Philipp Barsties und Alexander Urban, an dem Schwerins Angriff mehr als einmal hängen blieb.

Die erstmalige Post-Führung zum 9:8 (21.) durch Kapitän Stephan "Lutz" Riediger nach starkem Pas vom Ingo Heinze brachte ebenso keine Ruhe ins Spiel wie das 11:9 (23.). Das nutzte der VfL weidlich aus bis zum 16:15 beim Seitenwechsel.

Aber es sollte aus Gastgeber-Sicht noch schlimmer kommen. Ohne Ideen im Angriff, kaum ein Akteur ging in die Tiefe der Postdamer Deckung und damit dahin, wo es bakanntlich im Handball weh tut. Die Quittung war das 16:22 (39.) per Doppelschlag von Urban sowie dem Nachleger von Kohnagel.

Post-Trainer Dirk Beuchler hatte genug und nahm eine Auszeit, um seine total verunsichertes Sieben neu zu justieren. Johannes Prothmann kam für den blassen Stefan Pries auf die Spielmacherposition. Zudem löste Peter Niepagen im Tor Levshin ab. Es fruchtet aber an den Tag bei den Feldakteuren alles nichts. Nach dem 16:16 (31.) traf erst zehn Minuten später Danny Anclais zum 17:23. Danach war der Drops gelutscht. Von den Neuzugängen zeigten Chantziaras und Murawski wenig bis gar nichts. Letzterer kam vom Erstligisten Füchse Berlin und da muss man einfach mehr erwarten, obwohl er auf Linksaußen teilweise regelrecht verhungerte. Und auch sonst kann es nur besser werden...

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