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Schwerin/Lübeck : Post-Handballer wollen „Hanse-Hölle“ trotzen

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Schweriner Zweitliga-Handballer hat das Nachbarschaftsduell in Lübeck vor sich. Besondere Brisanz zeigt sich durch den Trainerwechsel beim VfL Bad Schwartau.

svz.de von
erstellt am 06.Nov.2011 | 02:09 Uhr

Während das Spiel des HC Empor Rostock in Hamm verlegt wurde, hat Ligakontrahent Post Schwerin die kürzeste Saison-Reise in der 2. Handball-Bundesliga vor sich – in die Lübecker „Hanse-Hölle“ zum VfL Bad Schwartau. Fahrtechnisch ein Katzensprung, sportlich wird es am Sonntag (16 Uhr) im Nachbarschaftsduell besonders heiß hergehen. Da braucht man kein Prophet zu sein. Denn der VfL, mit 2:16 Punkten die bisherige Enttäuschung der Saison und Letzter in der 20er Liga, zog vor Wochenfrist die Notbremse. Man trennte sich von Trainer Thomas Knorr, sein Nachfolger ist der bisherige Co. Tobias Schröder.
„Wir haben nur ein Ziel und das lautet drinbleiben.de“, verkündet Schwartaus Teammanager Michael Friedrichs, der das Sonntag-Duell in die Worte kleidet: „Es ist ein sehr wichtiges Spiel für Schwerin und für uns – punktum! Zum Glück stehen die Zuschauer komplett hinter uns, das macht mich zuversichtlich.“
Schwerins Trainer Christian Prokop macht es indes nicht glücklich, dass ausgerechnet seine Sieben der erste Gegner in der „Hanse-Hölle“ in der Nach-Knorr-Ära ist. „Die meisten Wechsel zahlen sich, längerfristig betrachtet, nicht aus. Doch frischer Wind ist für kurze Zeit immer gut. Ich kann mir darum was Besseres vorstellen, als gerade jetzt gegen Bad Schwartau zu spielen. Aber wir wollen unbedingt gewinnen“, so Prokop.
Darum möchte man bei den Mecklenburgern auch das fast schon geflügelte Wortwahl von der „Aufbauhilfe Ost“ vergessen machen. Zu häufig verhalf der SV Post in der Vergangenheit angeschlagenen Kontrahenten zu einem Erfolgserlebnis. So war es auch jüngst bei der Auswärtspartie in Korschenbroich, das zuvor auch nur einen Sieg auf der Habenseite hatte. In Richtung der Schwartauer meinte der Schweriner Coach darum: „Die Saison ist noch lang, da kann der VfL woanders was holen. Wir haben nichts zu verschenken!“ Allerdings rechnet Prokop nicht damit, dass der VfL, wie in den Spielen zuvor, „im Angriff zu viele Bälle verliert“. Vielmehr rechnet er mit einer „aggressiven Mannschaft“ auf Seiten der Lübecker. „Wir werden und müssen den Kampf annehmen.“ Das beginnt in der Deckung. Erfreulich bei Schwerin – vom Stamm sind endlich wieder einmal alle an Deck. Torwart Igor Levshin trainiert seit Dienstag wieder voll und auch Rechtsaußen Danny Anclais ist nach siebenwöchiger Pause dabei. Hingegen wurde Rechtsaußen Alex Wirt am Donnerstag, zehn Tage nach seiner Trainingsverletzung, von Mannschaftsarzt Dr. Jens Iwe am Außenmeniskus des rechten Knies operiert.

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