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Schweriner erhalten Wettkampfbetrieb bis Ende Oktober aufrecht : Post-Handballer: Wir spielen in Erlangen

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Das Spiel des SV Post Schwerin am vergangenen Sonntag gegen TuS Ferndorf war nicht der letzte Auftritt des Traditionsvereins in der 2. Handball-Bundesliga. Das Team wird morgen bei der HG Erlangen definitiv antreten.

svz.de von
erstellt am 11.Okt.2012 | 06:57 Uhr

Schwerin | Das Spiel des SV Post Schwerin am vergangenen Sonntag gegen den Aufsteiger TuS Ferndorf (27:34) war nicht der letzte Auftritt des Mecklenburger Traditionsvereins in der 2. Handball-Bundesliga. Das Team von Trainer Christian Prokop wird morgen Abend bei der HG Erlangen definitiv antreten. Und nach Aussagen von Post-Geschäftsführer Friedrich Diestel sollen die Schweriner Handballer auch die restlichen Begegnungen im Monat Oktober absolvieren. Dabei handelt es sich um das Heimspiel am kommenden Mittwoch (Spielbeginn 19.30 Uhr) gegen den SV Henstedt-Ulzburg und die Auswärtspartie beim TV Bittenfeld am 26. Oktober.

Naturgemäß betrachten die beiden Post-Verantwortlichen Diestel (Büro) und Prokop (sportliche Angelegenheiten) diesen Fortgang in Teilen aus einem anderen Gesichtswinkel. Der Geschäftsführer muss sich unabhängig seiner eigenen emotionalen Empfindungen an die Weisungen der Insolvenzverwalterin Bettina Schmudde halten. Da die Abwicklung des Verfahrens an strenge rechtliche Ordnungen gebunden ist, bleibt da auch nur wenig Spielraum. So können Trainer und Spieler nur Insolvenzgeld erhalten, wenn sie ihrer vertraglich vereinbarten Tätigkeit weiterhin nachgehen.

Ähnlich geht es dem Trainer, der als Angestellter wiederum die Vorgaben seines Geschäftsführers zu befolgen hat. Allerdings ist der Post-Coach darüber hinaus für das Wohlbefinden und die Gesundheit der Spieler verantwortlich. Und da sieht Prokop bei dem viel zu kleinen Spielerkreis doch eine gewisse Überbeanspruchung.

Das Auffüllen des Kaders mit Akteuren aus der 2. Mannschaft ist insofern problematisch, als das diese Aktiven nach dem zweiten Einsatz festgespielt wären. Zuletzt waren das Kay-Peter Larisch und Daniel Finkenstein, die beim Mecklenburger HC jedoch Korsettstangen sind. Und der MHC ist nach Ende des Bundesligaspielbetriebs für die Post-Handballer in der Oberliga Ostsee-Spree das ranghöchste Team im Spielbetrieb.

Diestel und Prokop vereint jedoch der Gedanke, dass der Handball beim SV Post Schwerin trotz der Insolvenz auch weiterhin Bestand haben soll. Und das in absehbarer Zeit durchaus auch auf höherer Ebene. Wie Friedrich Diestel in seiner 100-Tage-Bilanz in dieser Zeitung schon feststellte, hat der Handball in Schwerin in der Saison 2013/14 in der 3. Liga die einmalige Chance, erstmals seit Jahren schuldenfrei dazustehen.

Was die Reise nach Erlangen angeht, haben die Post-Handballer durch die großzügige Unterstützung zweier Sponsoren außerordentlich gute Bedingungen. "Der Mannschaft wird nicht nur die Fahrt gesponsert, sondern zusätzlich Übernachtung und Verpflegung", sagte Diestel. Dagegen war die sportliche Vorbereitung durch das Fehlen von Stephan Riediger (Bronchitis) und Jan Piske (Adduktorenzerrung) in der zurückliegenden Woche weniger optimal. Ob diese beiden im Frankenland auflaufen können, entscheidet sich erst am Spieltag.

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