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Angreifer denkt an Weggang von Hansa : Plat fühlt sich als Stürmer Nummer vier

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"Für mich und für Hansa ist es besser, wenn ich nichts sage", war Johan Plat auch gestern noch mächtig angefressen darüber, dass er den Saisonauftakt gegen Holstein Kiel 90 Minuten lang von draußen verfolgen musste.

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erstellt am 23.Jul.2013 | 07:04 Uhr

Rostock | "Für mich und für Hansa ist es besser, wenn ich nichts sage", war Stürmer Johan Plat auch gestern noch mächtig angefressen darüber, dass er den Saisonauftakt gegen Holstein Kiel 90 Minuten lang von draußen verfolgen musste. Obwohl im Offensivspiel der Rostocker nicht viel zusammenlief und sie sich keine einzige nennenswerte Torchance erarbeiteten, kam der letztjährige Top-Torjäger des FCH nicht zum Einsatz. Immerhin zehnmal hatte der Holländer 2012/13 eingenetzt. Eigentlich wollte Plat in dieser Saison durchstarten und zeigen, dass er noch mehr drauf hat. Nach der Vorbereitung und dem ersten Pflichtspiel darf allerdings bezweifelt werden, ob es noch dazu kommt.

"Natürlich erwarte ich von einem Spieler nicht, dass er einen Freudensprung macht, wenn er nicht spielt. Da kann es aus den Emotionen heraus auch schon einmal zu Kraftausdrücken kommen. Das ist völlig normal", so Hansa-Trainer Andreas Bergmann, "aber danach muss die Sache auch vergessen sein. Dann sollte man nach vorne schauen und Gas geben. Ich habe immer gesagt, dass nicht nur elf oder 18 Spieler für die Leistung am Wochenende verantwortlich sind, sondern alle im Kader. Daher erwarte ich, dass die, die jetzt nicht dabei waren, im Training weiter Gas geben. Daran sieht man, ob wir ein echtes Team sind."

Der Coach hob zudem Keeper Johannes Brinkies lobend hervor. "Er hätte auch zwei Stunden vor dem Spiel gegen Kiel die Schaufel nehmen und sich eingraben können, als wir ihm die Entscheidung mitgeteilt haben, dass Jörg Hahnel die Nummer eins ist. Doch wir haben es ihm erklärt und ihm gesagt, dass er dranbleiben soll. Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft, was wir dann auch gesehen haben", so Bergmann.

Ob diese Worte allerdings auch bei Plat angekommen sind, scheint fraglich. "Na klar sind wir alle eine Mannschaft, aber für mich ist es das Wichtigste, dass ich spiele", erklärt der Angreifer, der nach eigener Auskunft bislang kein längeres Gespräch mit dem neuen Cheftrainer geführt hat.

Besonders groß war der Frust, als Mustafa Kucukovic ihm gegen Kiel als Einwechsler vorgezogen wurde. "Wenn ich nur noch Stürmer Nummer vier bin, dann muss ich gemeinsam mit meinem Berater nachdenken, was das Beste für mich ist", sagte Johan Plat.

Zwei "Neue" im Training

Der letztjährige A-Junior Robin Krauße (Sprunggelenksverletzung) und Neuzugang Nikolaos Ioannidis (ausgeliehen von Olympiakos Piräus), der zuletzt wegen einer Risswunde an der Wade pausierte, stiegen gestern erstmals ins Mannschaftstraining ein. "Man muss gucken, wann sie zu 100 Prozent fit sind. Das kann noch Wochen dauern", sagte Hansa-Trainer Andreas Bergmann.

Zwei Spiele Sperre

Wie vom Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) beantragt, sperrte das Sportgericht des DFB Hansa-Keeper Jörg Hahnel nach seiner roten Karten aus dem Spiel gegen Holstein Kiel (0:0) für zwei Partien. Damit muss der 31-Jährige am Sonnabend in Elversberg sowie im nächsten Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II (11. August) zuschauen.

Werk zu den Profis

Keeper Tobias Werk vom Oberliga-Team FC Hansa II trainiert zurzeit bei den Profis mit. Heute stehen zwei Einheiten um 10 und 15 Uhr auf dem Programm.

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