FC Hansa Rostock beim VfB Stuttgart II zu Gast : Pelzer: "Wir wollen da was reißen"

Sebastian Pelzer, der gestern seinen 32. Geburtstag beging, stürmt dem Hallenser Patrick Mouaya davon. Heute trifft der Kapitän  zum dritten Mal mit dem FC Hansa auf den VfB Stuttgart II und will endlich erstmals punkten. Georg Scharnweber
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Sebastian Pelzer, der gestern seinen 32. Geburtstag beging, stürmt dem Hallenser Patrick Mouaya davon. Heute trifft der Kapitän zum dritten Mal mit dem FC Hansa auf den VfB Stuttgart II und will endlich erstmals punkten. Georg Scharnweber

Fast ohne Anlaufzeit hat der neue Coach Marc Fascher den FC Hansa aus dem "Koma" erweckt! Nach zwei Siegen in den beiden Spielen unter seiner Verantwortung kann bereits heute beim VfB Stuttgart II nachgelegt werden.

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24. September 2012, 07:01 Uhr

Rostock | Fast ohne Anlaufzeit hat der neue Coach Marc Fascher den FC Hansa aus dem "Koma" erweckt! Nach zwei Siegen in den beiden Spielen unter seiner Verantwortung kann auf dem Weg zu wieder höherem, mit Konstanz einhergehendem Niveau in der 3. Fußball-Liga bereits heute ein weiterer Schritt gegangen werden: Die kleine Erfolgsserie mit dem 1:1 gegen Wehen Wiesbaden noch unter Wolfgang Wolf, dem 2:1 in Heidenheim und dem 2:0 am Sonnabend im Duell mit Halle soll beim VfB Stuttgart II eine Fortsetzung finden (19 Uhr Gazi-Stadion auf der Waldau).

Abwehrchef Holst: "Wir müssen gierig bleiben"

"Wir fahren mit breiter Brust dahin und wollen was reißen", bekräftigt Sebastian Pelzer und blickt noch mal zurück auf den vierten Saisonsieg: "Wichtig war, dass wir gegen Halle erstmals in dieser Saison zu null gewonnen und das Spiel in der zweiten Halbzeit sicher über die Bühne gebracht haben. Die Zusammenarbeit mit dem Trainer ist gut und soll noch besser werden. Er erreicht uns mit seiner Art zu reden, erklärt alles haarklein und lobt viel. Es gibt immer noch Verbesserungsbedarf, aber auf den letzten beiden Partien kann man ruhigen Gewissens aufbauen. Diese Punktausbeute wollen wir fortführen und dafür auch die Aufgabe in Stuttgart hochkonzentriert angehen."

"Wir waren effektiv, ließen hinten nichts anbrennen, bekamen auch die zweiten Bälle und schlugen die Dinger zur Not mal raus", freute sich Abwehrchef Matthias Holst nach dem Erfolg über die Saalestädter und stieß ebenfalls ins Horn des Unbedingt-Nachlegen-Wollens: "Auch beim VfB Stuttgart II streben wir drei Punkte an. Wir müssen gierig bleiben. Nur dann ist der Sieg vom Sonnabend etwas wert."

Auch Ondrej Smetana, Doppel-Torschütze des Vergleichs mit Halle, will sich nicht mit der- wenn auch angenehmen Momentaufnahme zufrieden geben. "Zwei Siege sind noch nicht viel", mahnt der Tscheche und verlangt: "Wir müssen den Fokus auf das nächste Match legen, weiter arbeiten und zusehen, dass wir in der Tabelle in eine bessere Position kommen."

Als bester der drei Absteiger aus der 2. Bundesliga liegt der Sechste Hansa einen Punkt vor den Gastgebern.

Im ersten Rostocker Drittliga-Jahr 2010/11 war der VfB Stuttgart II so eine Art Angstgegner. Er nahm dem späteren Aufsteiger als einziger von 17 Kontrahenten alle sechs zu vergebenden Punkte ab und vergönnte ihm noch nicht mal ein Törchen (H 3:0, A 1:0)! Doch damit wird sich im Lager der Weiß-Blauen niemand mehr groß beschäftigen. Die Truppe ist mittlerweile auch mental wieder gefestigt genug, um sich von solchen Fakten nicht nervös machen zu lassen. Dank Marc Fascher, der zu dieser Entwicklung sagt: "Das ist alles Kopfarbeit. Ein Trainer ist auch als Psychologe gefordert. Ich versuche, den Jungs nicht zuletzt mittels Einzelgesprächen Selbstvertrauen zu geben." Bislang mit offensichtlichem Erfolg. Hoffentlich hält er an.

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