FC Hansa Rostock : Pelzer: "Ich halte meine Hand hin"

Sebastian Pelzer ist im dritten Jahr Kapitän beim FC Hansa. Als er das Amt bei Dynamo Dresden inne hatte, geriet er mit Maik Wagefeld aneinander. Der ehemalige Rostocker kehrt am Sonnabend als Kapitän von Halle in die Hansestadt zurück. Georg Scharnweber
Sebastian Pelzer ist im dritten Jahr Kapitän beim FC Hansa. Als er das Amt bei Dynamo Dresden inne hatte, geriet er mit Maik Wagefeld aneinander. Der ehemalige Rostocker kehrt am Sonnabend als Kapitän von Halle in die Hansestadt zurück. Georg Scharnweber

Wenn der Hallesche FC am Samstag in Rostock zu Gast ist, wird es für Kapitän Pelzer zu einer speziellen Begegnung kommen. Denn zu gemeinsamen Dresdner Zeiten geriet er mit seinem Halleschen Pendant Wagefeld aneinander.

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19. September 2012, 07:04 Uhr

Rostock | Wenn der FC Hansa Rostock und der Hallesche FC am Sonnabend um 14 Uhr in der DKB-Arena am 10. Spieltag der 3. Fußball-Liga die Klingen kreuzen, stehen sich beide Vereine auf den Tag genau 22 Jahren nach der letzten Partie gegenüber. Damals in der 2. Runde des NOFV-Pokals (Nachfolger des FDBG-Pokals der DDR) behielt der FCH zu Hause mit 2:0 die Oberhand. "Es ist schon ein Traditionsduell, wenngleich das letzte Spiel lange zurückliegt. Vor allem für die Fans ist es sicherlich etwas Besonderes. Für uns als Mannschaft wird es darauf ankommen, dass wir unsere eingeschlagene Marschroute umsetzen", sagt Rostocks Kapitän Sebastian Pelzer.

Für den 31-jährigen Routinier wird es unmittelbar vor der Partie zu einer speziellen Begegnung kommen. Bei der obligatorischen Seitenwahl trifft "Pelle" auf das Pendant des Gegners. Und der Spielführer des HFC ist kein Unbekannter in der Hansestadt, stand doch Maik Wagefeld von 2006 bis 2007 beim FCH unter Vertrag, konnte sich aber nicht durchsetzen.

Pelzer und Wagefeld kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit bei Dynamo Dresden (August 2007 bis Januar 2009) und sind dabei mehrere Male aneinander geraten. So soll Letzterer auf das Kapitänsamt scharf gewesen sein und hinter den Kulissen mächtig Stunk gemacht haben. "Das ist doch kalter Kaffee", sagt Pelzer, der dann aber doch einige Anekdoten verrät: "Das war schon teilweise sehr kurios in Dresden. Bei der Wahl zum Kapitän durften alle möglichen Leute mitwählen, selbst aus dem Betreuerteam und der Geschäftsstelle - und trotzdem habe ich gewonnen."

Als die Situation allerdings immer mehr eskalierte und selbst vor dem Privatleben nicht mehr halt machte, zog "Pelle" die Notbremse. Er löste den Vertrag in Dresden auf und wechselte zu Rot Weiss Ahlen. Von dort kam er im Sommer 2010 nach Rostock.

Trotz der Vorgeschichte wird Pelzer den Handschlag mit Wagefeld nicht verweigern. "Ich halte meine Hand hin. Zudem freue ich mich viel mehr auf Bielefeld. Das müsste doch auch bald dran sein", so der Rostocker. Bei der Arminia - zum Spitzenreiter muss der FCH am 6. Oktober - ist im Übrigen Thomas Hübener Kapitän. Auch mit ihm hatte Sebastian Pelzer zum Ende seiner Zeit in Dresden so seine Probleme. Das gipfelte sogar darin, dass Hübener beim Drittliga-Duell zwischen Dynamo und Hansa im Oktober 2010 den Handschlag bei der Seitenwahl verweigerte. Daraufhin wurde der 30-Jährige in Nachhinein von Deutschen Fußball-Bund verwarnt.

Rostocks Kapitän will die Vergangenheit aber nicht so hoch hängen, sondern konzentriert sich lieber auf das heutige Geschehen: "Halle spielt als Aufsteiger eine gute Rolle. Wir werden die Mannschaft nicht unterschätzen. Wenn uns der Trainer so gut einstellt, wie auf Heidenheim, werden wir auch erfolgreich sein. Wichtig ist, dass wir unseren Weg weitergehen."

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