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23. Oktober 2017 | 17:32 Uhr

Paukenschlag zum Jahresende

vom

svz.de von
erstellt am 18.Dez.2012 | 07:43 Uhr

Rostock | Bernd Hofmann, Sigrid Keler sowie Dr. Peter Zeggel sind mit dem 31. Dezember 2012 weg - Jan-Hendrik Brincker, Juri Schlünz und Uwe Vester übernehmen ab dem 1. Januar 2013 zunächst kommissarisch: Mit einem Paukenschlag geht das Jahr beim Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock zu Ende - nicht sportlich, sondern auf Funktionärsebene. Denn sowohl der hauptamtliche Vorstandsvorsitzende Bernd Hofmann, als auch die beiden ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder Sigrid Keler (Finanzen) und Dr. Peter Zeggel (Marketing) haben unter dem Eindruck der Mitgliederversammlung vom

25. November 2012 ihren Rücktritt zum 31. Dezember 2012 erklärt. Der Aufsichtsrat des Vereins hat dies angenommen und die Abberufung der Vorstandsmitglieder beschlossen. Zudem wird der Vertrag mit Hofmann in beiderseitigem Einvernehmen zum Jahresende aufgelöst.

Geschäftsfähigkeit ist gesichert

Da die Rostocker aber bislang noch keinen neuen Vorstandschef gefunden haben, hat sich Aufsichtsratsmitglied Jan-Hendrik Brincker bereit erklärt, einem kommissarischen Gremium gemeinsam mit Juri Schlünz (bisher Interimsmanager) und Uwe Vester (ab 1. Januar 2013 neuer Sportlicher Leiter) anzugehören, um so die Geschäfts- und Handlungsfähigkeit des norddeutschen Traditionsclubs zu gewährleisten. Brincker wird sich hauptsächlich um den Geschäftsbereich Finanzen kümmern. Während seiner ehrenamtlichen Vorstandstätigkeit ruht sein Amt als Aufsichtsratsmitglied.

In einer Pressemitteilung bedankte sich das Kontrollgremium des Vereins für die geleistete Arbeit des zurückgetretenen Vorstands-Trios: "Herauszustellen ist vor allem das Voranbringen der finanziellen Stabilisierung des FC Hansa." Zudem bedauere man die Situation, respektiert und akzeptiert sie jedoch. Allerdings war das Verhältnis von Vorstand und dem frisch gewählten Aufsichtsrat von Anfang an stark vorbelastet und angespannt, stand eine Abberufung von Hofmann schon vor und erst recht seit der Mitgliederversammlung im Raum.

Vor allem die Schließung der Südtribüne und der daraus resultierende Unmut der aktiven Fanszene wurden dem Vorstandsboss angekreidet. Die von den Mitgliedern versagte Entlastung für das vergangene Geschäftsjahr tat ihr Übriges. Auch soll es Differenzen zwischen Hofmann und dem neuen Aufsichtsratschef Thomas Abrokat gegeben haben.

Zeitpunkt der Trennung überrascht

Dennoch, ein wenig überraschend ist der Zeitpunkt der Trennung schon. Der Aufsichtsrat hatte sich zunächst mit der Personalie des Sportdirektors beschäftigt und mit Uwe Vester einen Manager gefunden, der zum 1. Januar 2013 seine Arbeit aufnehmen wird (siehe rechts). Erst nach Schließung dieser Baustelle wollte sich das Gremium mit der Suche nach einem Vorstandsvorsitzenden begeben. Nun also kamen Hofmann, Keler und Zeggel dem Aufsichtsrat zuvor und traten zurück. Mit der Lösung um Jan-Hendrik Brincker verschafft sich der Verein ein bisschen Zeit, "um mit der gebotenen Sorgfalt und Weitsicht einen neuen Vorstandsvorsitzenden zu bestellen".

Im Hinblick auf eine positive Zukunft des Rostocker Clubs bleibt zu hoffen, dass der Aufsichtsrat bei der Suche nach einem neuen Vorstand im Interesse des Vereins handelt und sich nicht von einzelnen Personen oder bestimmten Fangruppen sowie -interessen leiten lässt.

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