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Junioren-WM in Bulgarien : Ole Daberkow ist Weltmeister!

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Überglücklich jubelten der Rostocker Ole Daberkow und sein Partner Kai Fuhrmann nach dem größten Triumph ihrer Ruder-Karriere. Ihr Doppelzweier passierte bei der Junioren-WM in Plowdiw auf Position eins die Ziellinie.

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erstellt am 19.Aug.2012 | 07:44 Uhr

Rostock | Überglücklich jubelten der Rostocker Ole Daberkow und sein Partner Kai Fuhrmann (Laubegaster RV) wenige Minuten nach dem größten Triumph ihrer erst so kurzen Ruder-Karriere. Ihr Doppelzweier passierte bei den Junioren-Weltmeisterschaften im bulgarischen Plowdiw souverän auf Position eins die Ziellinie und gewann nach Erfolgen auch im Vorlauf und Halbfinale verdient Gold.

"Es war ein Start-Ziel-Sieg mit Ansage. Die Letten und Schweizer hatten an diesem Tag keine Chance", freute sich Daberkows Heimcoach Ulf Kraemer. Für den 18-Jährigen vom Olympischen Ruder-Club war es aber kein Spaziergang. "Wir mussten schon bis an die Grenze des Machbaren und auch ein bisschen darüber hinaus gehen, um hier zu gewinnen. Doch die zurückliegenden Tage haben uns noch selbstbewusster gemacht. Jetzt kann ich mich nur bei allen Helfern bedanken. Ohne das Team an meiner Seite hätte ich es nie soweit gebracht", sagte der Triumphator des Tages, schweißüberströmt und noch nach Luft ringend.

Erfolgreiches Daumendrücken für den Zwillingsbruder

Nach der Siegerehrung begab er sich auf die Regattatribüne, um seinen Zwilling Malte und den ebenfalls aus Rostock stammenden Theo Kessner anzufeuern. Die standen mit dem Achter im Finale der besten Sechs. "Nach Platz vier im Vorjahr will er endlich eine Medaille", verriet Ole den Wunsch seines Bruders. Schlagmann Finn Knüppel (Schwerin) sorgte für ein hohes Tempo. Die Italiener legten einen Blitzstart hin, doch gleich dahinter folgten Deutschland, die Briten, Rumänen und die US-Amerikaner fast gleichauf. "Es ging im Bord-an-Bord-Duell hin und her. Mal waren die anderen vorn, mal wir, aber der tolle Endspurt sicherte uns Silber", strahlte Taktgeber Finn Knüppel.

Stolz präsentierte auch Malte seine angestrebte Medaille. "Hier ist das Ding", zeigte er die Plakette stolz in die Runde der deutschen Fans um Julia Leiding. Die hatte kurz zuvor Bronze im U19-Doppelzweier gewonnen. "Wir haben alles gegeben, uns total verausgabt, aber Litauen und Rumänien waren einfach stärker", meinte Julia, mit sich und dem Ergebnis zufrieden, im Zielbereich und in der Nähe ihrer stolzen Eltern.

Nicht zum Podium reichte es für den Achter der Juniorinnen und damit für Laura Prieß und Frauke Hacker. Die beiden noch 17-Jährigen gaben in Plowdiw ihre JWM-Premiere. "Bis 300 Meter vor dem Ziel hatten wir noch eine Hand an der Bronzemedaille, doch dann fingen die Italienerinnen an zu fliegen. Schade", zeigte sich Frauke vom vierten Platz enttäuscht. Ulf Kraemer relativierte etwas: "Sie sitzen erst seit zwei Jahren im Boot, haben viel erreicht und können bei ihrem Ehrgeiz noch mehr erreichen. Wer Laura, Frauke oder Ole & Co. nacheifern möchte, kann sich gern bei Landestrainer Hans-Joachim Lück melden und es mal ausprobieren."

Die Gold-Bilanz des Deutschen Ruderverbandes komplettierte die Saarbrückenerin Anne Beenken (Saarbrücken), indem sie ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigte.

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