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Zweite Heimniederlage für Hansa : Ohne Kreativität und Tempo

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Rostock hat im Rennen um die Rückkehr in die zweite Liga einen Dämpfer hinnehmen müssen. Die Hanseaten kassierten gegen die Reserve des VfB Stuttgart eine 0:1-Heimpleite. Das Team bleibt dennoch auf Rang zwei.

svz.de von
erstellt am 31.Jan.2011 | 10:12 Uhr

Fußball-Drittligist FC Hansa erlitt am Sonnabend mit dem 0:1 (0:0) gegen den VfB Stuttgart II auf dem Weg zur sofortigen Rückkehr in die 2. Bundesliga einen Rückschlag.

Die Rostocker versäumten es, selbst in Führung zu gehen. Ihr Spiel war zu sehr auf Glück und Zufall gegründet, als dass es gegen die cleveren Minimalisten aus Schwaben auch nur für einen Punkt gereicht hätte.

Die Gastgeber waren gezwungen, in der Abwehr umzubauen. Trainer Vollmann regelte das im Endeffekt – nachdem sich Kandidat Stoll als noch nicht wieder einsatzfähig herausgestellt hatte – ganz unspektakulär: Er nahm keine Verschiebungen vor, sondern stellte in der Defensivzentrale schlicht Trybull für den gesperrten Wiemann an die Seite von Großöhmichen. Alles Weitere blieb gegenüber dem 3:0 in der Woche zuvor gegen Erfurt unverändert.

Vor dem Anpfiff präsentierte der in Neubrandenburg geborene Box-Profi Sebastian Zbik, Weltmeister des Verbandes WBC, seinen WM-Gürtel. Zudem sorgte der Mittelgewichtler mit dieser Aussage für Stimmung: „Ich denke mal, dass es eine klare Angelegenheit wird. Die Jungs spielen im Moment einen geilen Fußball. Ich tippe auf 4:0 für Hansa.“

So optimistisch waren keineswegs alle der wieder über 10 000 Fans. Angesichts der starken Defensive der Süddeutschen (im Schnitt exakt ein Gegentor pro Partie) hatten sich viele Zuschauer eher auf ein Geduldsspiel eingestellt – berechtigt. Nur mühsam kamen die Blau-Weißen zur Entfaltung. Sie waren zwar optisch leicht überlegen (6:1 Ecken bis zur Pause, insgesamt 7:4), wurden aber von den Gästen auch über längere Phasen in der eigenen Hälfte gebunden. Verheißungsvolle Ansätze gab es (Lartey/9., Ziegenbein klug auf Schied/14., Jänicke mit flacher Eingabe, Torwart Leno schneller als Schied/25., Freistoßvariante Pelzer auf Lartey/30.), doch bis zur ersten Chance dauerte es lange: Schied lenkte per Kopf einen Eckball von Lartey aufs Stuttgarter Gehäuse, Rapp rettete auf der Linie (44.).

Nach Wiederanpfiff hätte Ziegenbein um ein Haar die Führung erzielt. Sein Schrägschuss nach Vorarbeit von Großöhmichen und Lartey wäre im Netz gelandet, aber Leno lenkte die Kugel noch unter die Latte, von wo sie ins Feld zurücksprang (52.). Kurz darauf Ecke für die Weinroten, Großöhmichen kam zu spät, Kopfball Benyamina – 0:1 (56.).

Jetzt wurde es noch schwerer. Vollmann brachte mit Vujanovic einen zusätzlichen Stürmer, nahm Trybull raus und beließ es bei einer Dreier-Abwehr. Kurz darauf schickte er mit Blum für Jänicke einen weiteren frischen Offensiven auf den Rasen.

Dennoch blieben die Parallelen zum 0:2 im Duell mit Bayern München II unverkennbar: Hansa kam gegen einen extrem disziplinierten Kontrahenten nicht zum Zuge. Es fehlten Kreativität und Tempo. An teils hanebüchenen Ungenauigkeiten und (von den Gästen erzwungenen) Klein-klein-Aktionen indes mangelte es nicht.

Die Rostocker strengten sich an – mitunter blieben nur noch Hahnel und Großöhmichen hinter der Mittellinie –, wurden jedoch immer schwächer in der Ausführung (Fehlpässe ohne Ende). Pannewitz schloss ab (66. knapp vorbei, 70. zu lasch), der eingewechselte Albrecht auch (Schuss weit über das Gehäuse/90.), und das war’s dann: die zweite Heimniederlage der Saison.

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