Nach Stromausfall beim Schweriner SC : Niederlage am grünen Tisch

<strong>Kein Strom:</strong> Da auch die Lautsprecher-Anlage nicht funktionierte, musste Hallensprecher Stefan Schubert zum Megaphon greifen.<foto>Dietmar Albrecht</foto>
Kein Strom: Da auch die Lautsprecher-Anlage nicht funktionierte, musste Hallensprecher Stefan Schubert zum Megaphon greifen.Dietmar Albrecht

Die Volleyballerinnen des Schweriner SC haben eine Niederlage am grünen Tisch hinnehmen müssen. Die wegen eines Stromausfalls abgebrochene Partie gegen Vilsbiburg wird mit 3:1 für die Gäste gewertet.

svz.de von
11. März 2013, 06:26 Uhr

Schwerin | "Das am Samstagabend wegen eines Stromausfalls beim Stande von 19:13 für den Gastgeber abgebrochene Spitzenspiel der Volleyball-Bundesliga der Frauen zwischen Schweriner SC und Rote Raben Vilsbiburg wird 3:1 (-23, 19, 0, 0) für die Roten Raben Vilsbiburg gewertet. Das entschied Bundesspielwart Werner Schaus (Worms) als zuständiges Vorstandsmitglied der Deutschen Volleyball-Liga (DVL) gemeinsam mit der spielleitenden Stelle nach Prüfung aller Unterlagen im Einvernehmen mit den Klubs. Gastgeber Schwerin übernimmt demnach die Verantwortung für den Spielabbruch. Beide Klubs verzichten auf weitere Rechtsmittel."

Das ist der Wortlaut der Pressemitteilung, die die Volleyball-Bundesliga gestern um 11.35 Uhr über ihren E-Mail-Verteiler verschickte. Wenn auch die Tatsache, dass der Gastgeber die Verantwortung für einen offensichtlich von ihm nicht verursachten Stromausfall übernimmt, kurios erscheint, so muss man diese Entscheidung dennoch als Sieg der Vernunft ansehen: Gastgeber und Tabellenführer Schwerin stand vor dem Spitzenspiel gegen die Roten Raben als Erstplatzierter der Normalrunde fest, die Mannschaft aus Vilsbiburg wiederum konnte nicht mehr vom zweiten Rang verdrängt werden. Mit dem Makel, jetzt in der offiziellen Abschluss-Tabelle eine zweite Saison-Niederlage vermerkt zu bekommen, kann man in Schwerin sicher locker leben. "Ich hoffe, dass es kein Wiederholungsspiel gibt. Es macht keinen Spaß, zehn Stunden im Bus zu fahren und zehn wieder zurück. Es ist so schon blöd für Vilsbiburg", hatte SSC-Kapitän Denise Hanke bereits unmittelbar nach dem Spielabbruch am Sonnabend gesagt.

Nicht nur, dass den Raben-Spielerinnen durch diese nachvollziehbare Entscheidung am grünen Tisch die zusätzlichen Reisestrapazen erspart bleiben - es ist schließlich durchaus denkbar, dass die Truppe aus Niederbayern Ende April, Anfang Mai noch mindestens zwei Mal nach Schwerin muss, um das Meisterschafts-Finale auszutragen… Nicht zuletzt haben sich beide Mannschaften auf eine ausgedehnte Erholungsphase nach dem Abschluss der Normalrunde eingerichtet. Für Schwerin und Vilsbiburg als Erst- und Zweitplatzierte geht es erst am 30. März wieder weiter. Dann empfängt Schwerin im ersten Spiel des Play-off-Viertelfinals den nach der Normalrunde am schlechstesten Platzierten Play-off-Teilnehmer, Vilsbiburg ist am selben Tag Gastgeber für den zweit-schlechtesten. Die Schwerinerinnen beginnen mit der Vorbereitung auf diese Partien erst am Donnerstag.

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