Olympia für Speerwerfer aus MV? : Neue letzte Chance für Mark Frank

<strong>Die allerletzte Chance:</strong> Heute in Saarbrücken muss Speerwerfer Mark Frank die Olympia-Norm von 82 Metern werfen, will er im August in Londen an den Start gehen. <foto>Foto: Georg Scharnweber</foto>
Die allerletzte Chance: Heute in Saarbrücken muss Speerwerfer Mark Frank die Olympia-Norm von 82 Metern werfen, will er im August in Londen an den Start gehen. Foto: Georg Scharnweber

Speerwerfer Mark Frank erhält eine neue letzte Chance, um doch noch auf den Olympia-Zug aufzuspringen. Bundestrainer Boris Henry hat von der Leichtathletik-EM aus einen zusätzlichen Wettkampf in Saarbrücken organisiert.

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02. Juli 2012, 09:10 Uhr

Rostock | Speerwerfer Mark Frank erhält eine neue letzte Chance, um doch noch auf den Olympia-Zug aufzuspringen. Bundestrainer Boris Henry hat von den Leichtathletik-Europameisterschaften im finnischen Helsinki aus einen zusätzlichen Wettkampf in Saarbrücken organisiert. Heute um 15 Uhr geht es für den Athleten vom 1. LAV Rostock um das Ticket nach London. Einen Tag bevor der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) sein Team die Spiele benennt und anschließend dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zur Nominierung vorschlägt, benötigt der 35-Jährige heute einen 82-Meter-Wurf.

"Ich freue mich, dass es noch einmal eine solche Gelegenheit gibt und bin natürlich sehr dankbar. Boris hat seine Idee dem Vorstand vorgetragen. Der hat es sich dann nicht leicht gemacht und zwei Tage gebraucht, bis es eine Entscheidung gab. Der Wettkampf wurde jetzt aber nicht nur speziell für mich organisiert. Auch der Jenaer Thomas Röhler wird am Start sein. Am allerletzten Tag noch einmal eine Chance zu bekommen, mehr kann man sich nicht erhoffen", sagte Mark Frank, der gestern mit dem Auto ins Saarland fuhr.

Bundestrainer Boris Henry organisiert einen Wettkampf

Der gebürtige Neustrelitzer reist hoffnungsvoll nach Saarbrücken. Am Freitag absolvierte er in Helsinki eine Wurfeinheit mit dem Bundestrainer. "Dabei konnte ich 30 Würfe machen. Und die waren richtig gut. Wir haben sie alle auf Video aufgenommen. Das sah schon nach Speerwerfen aus", so der WM-Achte von 2005, 2009 und 2011. Zu Olympia schaffte es der Modellathlet bislang nicht.

Im Arbeiten mit Bundestrainer Boris Henry legte der Rostocker viel Wert auf die Technik: "Die Einheiten mit ihm bringen mich immer weiter, tun mir richtig gut und sind sehr konstruktiv. Ich habe etwa 20 Würfe aus einem dosierten Anlauf gemacht."

Auch Beschwerden in der Schulter und im Rippenbereich können den zweifachen Familienvater wohl nicht stoppen. "Beim DLV wurde ich ärztlich und physiotherapeutisch sehr gut betreut. Und wenn ich technisch saber werfe, dann beeinflusst es mich nicht", sagt Mark Frank, der für ein mögliches Olympia-Ticket mindestens 82 Meter erzielen müsste: "Es war klar, dass mir nach den Verletzungsproblemen ein bisschen die Praxis fehlen würde. Doch die Einheit am Freitag hat mir gezeigt, dass die Form nicht weg ist."

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