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Schweriner SC : Nach einem Auf und Ab zum Sieg

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"Es war sicher nicht spektakulär. Aber Hamburg ist ja auch nicht ohne", so Schwerins Kapitän Julia Retzlaff am Samstag. Zuvor hatte sie mit ihren Mannschaftskolleginnen in der VT Aurubis Hamburg mit 3:1 geschlagen.

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erstellt am 26.Feb.2012 | 07:52 Uhr

Schwerin | "Unter den Umständen war das okay. Es war sicher nicht spektakulär oder glanzvoll. Aber Hamburg ist ja auch nicht ohne", meinte Schwerins Kapitän Julia Retzlaff am Samstagabend. Zuvor hatte sie mit ihren SSC-Mannschaftskolleginnen in der Volleyball-Bundesliga VT Aurubis Hamburg mit 3:1 (28, -19, 12, 23) geschlagen. Das Spiel, in dem beide Teams phasenweise ein hohes Niveau zeigten, war einmal mehr ein Auf und Ab. "Ich würde sagen, es fehlte ein bisschen die Frische. Nicht körperlich, eher mental", so Julia Retzlaff weiter. Sie spielte damit darauf an, dass der SSC ja noch am Donnerstagabend in Italien bei Busto Arsizio in den Tiebreak ging. Besonders merkte man das Außenangreiferin Mira Topic an. Sie kam im zweiten Satz im Angriff überhaupt nicht mehr durch. "Mira musste bei Busto fünf Sätze durchspielen", sagte dazu SSC-Trainer Teun Buijs. Er hat aber Alternativen auf der Bank. So brachte er für die Kroatin seinen Kapitän und fortan lief es wieder besser.

Zwar startete der SSC sehr gut, kam über schnelle Angriffe zu einer 11:8- und 19:16-Führung. Doch Hamburg wehrte sich, stand gut in der Feldabwehr um seine Beste, Libero Julie Jasova. Auch die Angriffe über die Mitte durch Eva Michalski und Imke Wedekind stellten die SSC-Abwehr ein ums andere Mal vor Probleme. Und so sah sich der SSC auf einmal mit 21:23 im Hintertreffen. Doch die Buijs-Schützlinge ließen sich davon nicht beeindrucken. "Die Mädels gerieten nicht in Panik, spielten ruhig weiter", so Teun Buijs. Noch vor ein paar Monaten hätte das anders ausgesehen. Und so kämpften die Gastgeberinnen mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung sich wieder heran. Sie wehrten in der Folge zwei Satzbälle der Gäste ab und verwandelten ihrerseits den vierten zur 1:0-Führung.

Danach gönnte sich der SSC eine kleine Auszeit, in der man die eingangs angesprochene fehlende Frische deutlich erkennen konnte. Und Hamburg zog relativ souverän durch. Beim 17:20 verschlug SSC-Zuspielerin Denise Hanke einen Aufschlag, danach folgten zwei Fehler von Mira Topic zur 23:17-Führung für Aurubis. Da hatte Schwerins Coach ein Einsehen mit seiner Außenangreiferin und schickte Julia Retzlaff aufs Feld. Der Satz war aber weg.

Doch in Durchgang drei präsentierte sich der Gastgeber erneut hellwach. Das Team von Trainer Jean-Pierre Staelens war restlos überfordert. Es ging einfach zu schnell, ob über Außen, Diagonal oder die Mitte. Der SSC schaltete und waltete, wie er wollte. Im darauffolgenden Durchgang sollte es eigentlich eine klare Angelegenheit für den Meister sein. Schnell gingen die DVV-Pokalfinalistinnen über 12:6 in Front. Kapitän Julia Retzlaff holte mit zwei Punkten in Folge zum 24:19 die Matchbälle heraus. Allerdings machte es der SSC dann doch noch spannend. Die 1211 Zuschauer kamen jedenfalls auf ihre Kosten. Vier Matchbälle wehrten die Hansestädterinnen ab. Als VTA-Angreiferin Julia Hero einen Angriff ins Aus zog, war der 3:1-Erfolg für den SSC perfekt. "Wir wussten, dass wir hier ein sehr hohes Niveau spielen müssen, um zu bestehen. Schwerin ist in den letzten Wochen gewachsen. Aber ich denke die Zuschauer haben gesehen, dass das bei uns auch so ist. Aber Schwerin war in den entscheidenden Momenten besser", so Jean-Pierre Staelens, der auf SSC-Seite Anne Buijs als beste Spielerin auszeichnete.

Hamburgs Trainer schickte zugleich noch ein paar freundschaftliche Grüße an den SSC: "Ganz Hamburg wird am Dienstagabend die Daumen drücken." Denn morgen um 19 Uhr trifft der SSC in der heimischen Arena im Viertelfinal-Rückspiel des CEV-Pokals auf Busto Arsizio. "Ich hoffe, das wir 2000 Zuschauer bekommen", so Schwerins Trainer.

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