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2:1 in Osnabrück: Hansa gewinnt im 1000. Auswärtsspiel : Nach der Pause aufgedreht

vom

Hansa Rostock findet immer besser in die Spur. Mit dem 2:1 beim VfL Osnabrück schoben sich die Mecklenburger in die Führungsetage vor. Für Hansa war dies das passende Geschenk zum 1000. Auswärtsspiel.

svz.de von
erstellt am 18.Aug.2013 | 10:09 Uhr

osnabrück | Der FC Hansa fuhr am Sonnabend mit dem 2:1 (0:1) beim VfL Osnabrück seinen dritten Sieg in Folge ein. Trainer Bergmann honorierte die Leistungen seiner Start-Elf bei der SV 07 Elversberg (2:1) und gegen den VfB Stuttgart II (3:1) und begann zum dritten Mal mit der gleichen Aufstellung. Erstmals überhaupt traten die Rostocker in Grün an.

Die Gäste waren vorerst vor allem mit der Lösung defensiver Aufgaben beschäftigt, kamen bei ihren Angriffsbemühungen kaum mal über die Mitte der gegnerischen Hälfte hinaus. Aber sie pflegten mit Erfolg taktische Disziplin und hatten die Niedersachsen an sich im Griff.

Sowohl die einheimischen Anhänger als auch die etwa 1500 Gäste-Fans sorgten für eine herausragende Stimmung. Auf dem Rasen hin gegen war bis auf Geschiebe zwischen den Strafräumen nicht viel los. Und doch fiel auf einmal das 1:0 für die Lila-Weißen. Brinkies klärte bei einem hohen Ball mit einer Faust ins Seitenaus. Der folgende weite Einwurf führte im Endeffekt zu Hohnstedts herr lichem Fallrückzieher, der passgenau oben rechts im Eck landete. Zum ersten Mal in der laufenden Saison lag der FCH in Rückstand (24.)! Kurz darauf stand Stadel nach einem Freistoß von Dercho völlig frei, köpfte aber aus Nahdistanz vorbei (26.). Dem 2:0 nahe war auch Neumann, als Brinkies einen Eckball unterlief (45.).

In der Pause forderte Bergmann "viel mehr Mut nach vorn" ein: "Ich habe gesagt, wehrt euch mit offenem Visier, dann ist das okay, wenn wir auch mal verlieren. Zeigt mehr Feuer, mehr Überzeugung. Wir wollen hier gewinnen!"

Die Worte des Trainers fruchteten. Hansa trat jetzt hellwach in Erscheinung, suchte konsequent den Weg zum Tor. Plat konnte zunächst den Blackout des Osnabrückers Pisot, der ihn mit einem unbegreiflichen Rückpass unfreiwillig perfekt in Szene setzte, nicht nutzen. Der Niederländer wollte den Deutsch-Portugiesen Heuer Fernandes im Gehäuse des VfL umkurven, doch das gelang ihm nicht. Wenig später. Haas schlägt eine Ecke exakt zur Mitte, Plat vollendet mit dem Kopf zum 1:1 - das erste Saison-Gegentor der Gast geber (49.), auch Stürmer Spann kann es mit seiner ungesühnt bleibenden "Torwartparade" auf der Linie nicht verhindern.

Das Duell wurde zum offenen Schlagabtausch. Der VfL besaß ebenso seine Möglichkeiten (Iljutchenko aus Nahdistanz - Brinkies hält/74., Stadel, frei am hinteren Pfosten, verpasst haarscharf/85.) wie die Mecklenburger: Haas’ verheißungsvoller strammer Schuss wird geblockt (64.), Jakobs findet aus spitzem Winkel weder Tor noch Mitspieler (78.). Es war außer ordentlich spannend, jeden Augenblick konnte noch etwas passieren. Und tatsächlich: Ioannidis überlässt Haas den Ball, und das ist klug, denn dessen Hereingabe von der rechten Seite bringt Savran ohne Mühe im Netz unter - 2:1 für Hansa (87.). Schade, dass beim Treffer von Debütant Weidlich (nachdem Heuer Fernandes einen Hammer von Ioannidis nach vorn abprallen ließ) Abseits angezeigt wurde; es war gleiche Höhe (89.).

Den Sieg rettete schlussendlich Grupe, der den einschussbereiten Hohnstedt im letzten Moment entscheidend behinderte (90.).

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